Für den Ausbau und die Dekarbonisierung der Fernwärme braucht es klare kommunale Strategien.

Für den Ausbau und die Dekarbonisierung der Fernwärme braucht es klare kommunale Strategien.

Bild: © Marijan Murat/dpa

Rund ein Viertel der Hamburger Haushalte wird auch künftig nicht an ein Wärmenetz angeschlossen werden können. Das geht aus einer «Wärmenetzeignungskarte» hervor, die Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) am Dienstag als erstes Zwischenergebnis der kommunalen Wärmeplanung vorgestellt hat.

Sie teilt die Stadt in vier farblich gekennzeichnete Eignungsgebiete – vom roten «Wärmenetzgebiet» bis zum blauen «Für Wärmenetz nicht geeignet». Bei den blauen Gebieten, die den größten Teil der Fläche ausmachen, handele es sich um weniger dicht bebaute Stadtteile vor allem mit Einzel- und Reihenhäusern, sagte der Senator. 

Hybridlösungen mit Solarthermie oder Pelletkessel möglich 

Die Karte soll den Immobilienbesitzern Handlungsoptionen aufzeigen, wie sie den gesetzlichen Regelungen im Zuge der geplanten Wärmewende künftig gerecht werden können. «Die Karte zeigt auf, wo es bereits Fernwärmenetze gibt, wo ein Ausbau beziehungsweise Neubau möglich erscheint und wo aus wirtschaftlicher Sicht nicht», sagte Kerstan. Die Fernwärme sei dabei nur eine von vielen Möglichkeiten. «Neben einer Wärmepumpe können unter anderem Hybridlösungen zum Beispiel mit Solarthermie oder auch Pelletkessel geeignete Optionen sein.»

Laut Wärmeplanungsgesetz, das zusammen mit dem Gebäudeenergiegesetz Anfang des Jahres in Kraft getreten ist, müssen die Kommunen bis Mitte 2026 Bürger:innen sowie Unternehmen informieren, ob sie mit einem Fernwärmeanschluss rechnen können oder sich für eine andere klimafreundliche Heizungsoption entscheiden müssen. (dpa/lm)

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