Die Kosten für das Heizen haben sich nach Angaben des Vergleichsportals Check24 innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt

Die Kosten für das Heizen haben sich nach Angaben des Vergleichsportals Check24 innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt

Bild: © Fabian Sommer/dpa

Der Sachverständigenverband BVS sieht keinen Grund mehr, Öl- oder Gasheizungen zu verbauen und plädiert für regenerative Systeme sowohl im Neubau als auch im Immobilienbestand. Dabei sollte der Fokus auf dezentraler, regionaler Energieerzeugung in Kombination verschiedener Energiesysteme liegen, so die Lobbyorganisation.

Im Neubau besteht demnach eine gute Auswahl unter verschiedenen Systemen zur regenerativen Energieversorgung. Je nach Region und Grundstückslage bieten sich die Versorgung mit Fernwärme, Geothermie oder Luftwärmepumpe an, heißt es. Besonders zu empfehlen sei eine Kombination mit Photovoltaikanlagen beziehungsweise thermischen Solaranlagen.

Dezentrale Energieerzeugung

"Im Kontext der Energiewende rückt die dezentrale und regionale Energieerzeugung in den Fokus", sagt Ralf Masuch, öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für das Installateur- und Heizungsbauerhandwerk. Ein gut geplantes Gebäude könne ohne Gasanschluss auskommen, Sonnenstrom lasse sich in Form von Wasserstoff sogar speichern.

"Die Politik sollte hier massiv in die Förderung gehen und auch die Immobilienwirtschaft in die Pflicht nehmen", so Masuch weiter. "Wer im Neubau noch auf Gasheizungen setzen will, sollte genau belegen müssen, warum ihm regenerative Systeme vermeintlich nicht möglich sind."

Holzheizung "sehr beliebt"

Im Altbau sei der Umstieg auf regenerative Systeme ebenfalls möglich. Luftwärmepumpen oder Geothermie seien in einigen Fällen zwar nicht ohne weiteres nachrüstbar, so der Verband weiter. Aber eine moderne Kombination aus Pellet- oder Biomasseheizung mit Solar- oder Photovoltaikanlagen könnte auch im Altbau Öl und Gas ersetzen.

"Die Holzheizung ist als Alternative zu Öl und Gas bereits sehr beliebt und in Kombination mit Sonnenenergie eine nahezu optimale Lösung im Altbau, wenn der Brennstoff aus regionalen Sägewerksabfällen stammt", so der Sachverständige Masuch. (jk)

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