Die Stadtwerke Speyer und die Kolleg*innen aus Schifferstadt wollen gemeinsam Tiefenwärme für sich nutzen, hierfür wollen Sie im Rahmen des Geothermieprojekts „RheinPfalz“ die Voraussetzungen des Oberrheingrabens erkunden. Dieses Gebiet ist dafür bekannt über gute geothermische Voraussetzungen zu verfügen.
Als Richtwert bei Geothermie-Bohrungen gilt, dass die Temperatur in Mitteleuropa pro 100 Meter um drei Grad Celsius steigt. Im Oberrheingraben liegen die Temperaturen sogar höher – in der Vorderpfalz kann mit Temperaturen von über vier Grad pro 100 Meter Tiefe gerechnet werden.
150 Quadratkilometer von Speyer bis Bad Dürkheim
Nach umfangreichen Prüfungen erteilte das Landesamt für Geologie und Bergbau den beiden Stadtwerken nun eine Aufsuchungserlaubnis. Das Aufsuchungsfeld „Rhein-Pfalz“ hat eine Fläche von etwa 150 Quadratkilometern und umfasst Gebiete der kreisfreien Stadt Speyer, der kreisangehörigen Stadt Schifferstadt sowie des Landkreises Rhein-Pfalz bis zum angrenzenden Landkreis Bad Dürkheim.
Um bestehende seismische Daten zur Ermittlung des Untergrundes zu begutachten, wurde ein Fachunternehmen beauftragt. Aktuell wird geprüft, ob geologische Daten auch von anderen Firmen zugekauft werden können, die für einen Großteil des Feldes bereits vorliegen.
Noch viel vor
Darauf aufbauend planen die Partnerunternehmen mit Geologen und Geophysikern die weitere Exploration und entscheiden, ob zusätzlich eigene Datenerhebungen durch Messungen durchgeführt werden müssen. Erst nach den gesamten Auswertungen sind potenzielle Standorte für eine Geothermieanlage zu ermitteln. Für die eigentliche Erschließung der Erdwärmequellen sind dann gesonderte Genehmigungsverfahren erforderlich. (lm)



