Das Smart Metering soll für frischen Wind im Submetering-Wettbewerb sorgen.

Das Smart Metering soll für frischen Wind im Submetering-Wettbewerb sorgen.

Bild: © emmi/AdobeStock

Die Stadt Pfullingen will die Wärmewende vorantreiben. Bis zum Jahr 2040 soll der Gebäudebestand klimaneutral sein. Um zu klären, wie die nächsten Schritte aussehen könnten, hat der Pfullinger Gemeinderat der Aufstellung einer freiwilligen kommunalen Wärmeplanung zugestimmt.

„Um die klimaneutrale Wärmeversorgung in unserer Stadt bis 2040 realisieren zu können, müssen wir bereits heute die strategischen Weichen richtig stellen“, sagt Stefan Wörner in einer Pressemitteilung. Der Bürgermeister sieht dabei zwei Schwerpunkte: Zum einen gelte es, den Energiebedarf der Gebäude ganz generell deutlich zu senken. Zum anderen müsste der dann noch bleibende Energiebedarf klimaneutral gedeckt werden, also aus erneuerbaren Energien stammen und verstärkt Abwärme nutzen.

Pflullingen hängt noch am Gas

Größtenteils aufs Gas setzen aktuell auch noch die Pfullinger Stadtwerke, wenn es um die Wärmeversorgung ihrer Kunden geht. Für die Klimaneutralität 2040 ist also an dieser Stelle eine andere Ausrichtung zwingend. „Der Wärmeplan wird uns auch für die Neuaufstellung unserer eigenen Stadtwerke leiten“, so Stefan Wörner.

Wie genau der passende Wärmeversorgungs-Mix in Pfullingen aussehen könnte, soll nun der kommunale Wärmeplan herausarbeiten. Dessen schrittweises Vorgehen umfasst zunächst eine Bestandsanalyse zum Wärmebedarf und zur Versorgungsstruktur sowie eine Analyse der vorhandenen Potenziale zur Wärmeversorgung mittels erneuerbarer Energien. Darauf aufbauend kann dann die Stadt ein Szenario für eine klimaneutrale Wärmeversorgung im Jahr 2040 erstellen. Außerdem wird eine Strategie entwickelt, wie dieser Umbau gelingen kann und wie die Prioritäten zu setzen sind, um eine klimaneutrale Wärmeversorgung aller Gebäude zu ermöglichen.

Fördergelder vom Land

Das Land fördert die Erstellung eines solchen Wärmeplans großzügig: Von den kalkulierten Kosten von etwa 75.000 Euro könnten bis zu 80 Prozent gefördert werden. Der Stadt bleibt so nach eigenen Angaben ein Eigenanteil von lediglich rund 15.000 Euro. Die Aufstellung der freiwilligen kommunalen Wärmeplanung wird nach Bewilligung der Fördermittel voraussichtlich im Mai 2023 starten können und ein gutes Jahr andauern. (amo)

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