Die nächste iKWK-Anlage soll eine Kombination mit Solarthermie und Wärmepumpe werden. (Symbolbild)

Die nächste iKWK-Anlage soll eine Kombination mit Solarthermie und Wärmepumpe werden. (Symbolbild)

Bild: © fovito/AdobeStock

Viele denkmalgeschütze Fachwerkhäuser im historischen Stadtkern von Lemgo erschweren eine moderne Wärmedämmung der Gebäudehülle. Deshalb setzt die 41.000-Einwohner-Stadt auf neue Wärmekonzepte, um die Klimawende zu schaffen und die fehlenden Sanierungsmöglichkeiten zu kompensieren. So kündigen die Stadtwerke Lemgo in einer Pressemitteilung ein neues innovatives Kraft-Wärme-Kopplungs(iKWK)-Projekt an: Eine große Solarthermie-Anlage und eine weitere Wärmepumpenanlage, die mithilfe von Flusswasser Wärme erzeugt, gehören dazu. "In diesem Jahr werden wir über 13 Millionen Euro investieren, um diese klimaschonenden Anlagen auf den Weg zu bringen und unser Fernwärmenetz weiter auszubauen", erklärt Stadtwerke-Geschäftsführer Arnd Oberscheven.

Das bisherige iKWK-Projekt umfasst eine Reinwasserwärmepumpe, die am Lemgoer Klärwerk mithilfe eines Blockheizkraftwerkes der Stadtwerke erneuerbare Wärme erzeugt. "Schon mit unserer ersten Wärmepumpenanlage wird unser historischer Stadtkern zu zwei Dritteln klimaneutral mit Wärme versorgt. Diesen Anteil werden wir mit den neuen Anlagen deutlich steigern", so der Geschäftsführer weiter.

Beraternetzwerk: Fördermöglichkeiten, steuerliche Begünstigungen

Damit nicht genug: In Lemgo wurde zudem ein Beraternetzwerk aufgebaut. Das dahinterliegende Team informiert die Bürger über Fragen rund um die Fernwärmeversorgung, energetische Sanierungen, den Denkmalschutz, Fördermöglichkeiten, steuerliche Begünstigungen und planungsrechtliche Besonderheiten des historischen Stadtkerns zur Seite. Das Netzwerk besteht aus den Energieberatern des e‧u‧z Energie + Umweltzentrums Lemgo, dem Quartiersmanager der Stadtwerke, der Klimaschutzkoordinatorin der Stadt Lemgo und weiteren Mitgliedern.

Internetseite informiert Bürger über Klimaschutzarbeit

Begleitet wird die Arbeit dieses Teams vom Marketing. Das jüngste Beispiel ist der gemeinsame Aufbau der Internetseite www.klimaschutz-lemgo.de, die weiter wächst und alle Bürger rund um die sich verzahnende Lemgoer Klimaschutzarbeit informiert. Hier werden die gemeinsamen Beratungsangebote der Stadt und der Stadtwerke zu baulichen, energetischen und fördertechnischen Fragestellungen präsentiert. Auch zu den Folgen der Klimaanpassung und den Strategien, welche Stadt und Stadtwerke verfolgen, um diese aufzufangen und abzumildern, können sich Interessierte informieren. (gun)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper