Die Stadtwerke München (SWM) wollen Kunden, die mit Wärmepumpen heizen, unter die Arme greifen. Zudem würden die hohen Strompreise auch Hausbesitzer abschrecken, sich eine Wärmepumpe einzubauen. Das bremse die Wärmewende, wie der kommunale Versorger warnt.
Die SWM führen deshalb ab Januar die "Bestabrechnung" für Wärmepumpen-Strom ein. Damit wollen die SWM die Mehrbelastung auf Kundenseite mindern und einen Teil der Mehrbelastung selbst tragen, heiß es.
Abrechnung über gesamten Zeitraum
Kunde hätten demnach zwei Wahlmöglichkeiten. Bei Wärmestrom für Wärmepumpen handele es sich in der Regel um ein Zweitarif-Produkt: Um ein Produkt mit einem höheren Preis in der HT-Zeit (Starklast/Tagstrom) und einem niedrigeren Preis in der NT-Zeit (Schwachlast/Nachtstrom). Zusätzlich bieten die SWM Wärmestrom für Wärmepumpen auch als Eintarif-Produkt an, der Preis soll hier zwischen dem HT-Preis und NT-Preis liegen.
Ab Januar 2023 wollen die SWM die Wärmestrom-Grundversorgung für Wärmepumpen dann bestabrechnen. Die Abrechnung erfolge über den gesamten Abrechnungszeitraum in Abhängigkeit des Verbrauchs zur jeweils günstigsten Tarifart. Entweder auf Basis des Zweitarifs (mit HT 75,24 ct/kWh und NT 34,72 ct/kWh) oder auf Basis des Eintarifs (50,42 ct/kWh).(jk)



