Nachdem das mehr als 450 Tonnen schwere Bauteil zunächst per Binnenschiff von Berlin nach Herne verbracht worden war, hat die Turbine die letzten rund 1000 Meter vom Hafen Herne-Wanne bis zum Kraftwerk mittels eines selbstfahrenden Aufliegers zurückgelegt.

Nachdem das mehr als 450 Tonnen schwere Bauteil zunächst per Binnenschiff von Berlin nach Herne verbracht worden war, hat die Turbine die letzten rund 1000 Meter vom Hafen Herne-Wanne bis zum Kraftwerk mittels eines selbstfahrenden Aufliegers zurückgelegt.

Bild: © Steag

Das neue Gas- und Dampfturbinen(GuD)-Kraftwerk in Herne hat auf dem Weg zur Fertigstellung einen weiteren Schritt getan: Die 450-Tonnen-Gasturbine wurde angeliefert, teilt die Steag mit. Mit der installierten Turbine kommt der Kraftwerksneubau mitten im Ruhrgebiet der geplanten Inbetriebnahme bis Sommer 2022 immer näher. Weitere Turbinenteile und Komponenten der Kesselanlage werden in den kommenden Wochen über den Rhein-Herne-Kanal angeliefert und dann nach und nach verbaut.

"Insgesamt", so Kai Uwe Braekler, Steag-Projektleiter, "laufen in den kommenden Wochen bis Jahresende etwa 15 schwerbeladene Schiffe unsere Baustelle in Herne an, um Kraftwerksbauteile anzuliefern."

200.000 Haushalte werden dann mit Fernwärme versorgt

Die neue Anlage wird perspektivisch einen am gleichen Standort betriebenen Steinkohleblock ersetzen : "Zum einen sichern wir damit mittel- und langfristig die klimaschonende Fernwärmeversorgung für rechnerisch mehr als 200.000 Haushalte im Ruhrgebiet", so Joachim Rumstadt, Vorsitzender der Geschäftsführung der Steag GmbH.

Die Anlage arbeitet gemäß dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Sie erreicht eine Leistung von etwas mehr als 600.000 Kilowatt Strom und 400.000 Kilowatt Wärme. Der Brennstoffnutzungsgrad beträgt 85 Prozent. Damit wird der CO2-Ausstoss von Steag künftig weiter zurückgehen, nachdem das Essener Energieunternehmen von 1990 bis 2020 bereits annähernd 80 Prozent seiner Emissionen dauerhaft eingespart hat. (gun)

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