Welche Heizung eignet sich am besten für einen Neubau? Wie viel Heizkosten spart ein Heizungstausch? Und wie wirkt sich das auf die Klimabilanz des Gebäudes aus? Diese und andere Fragen beantwortet der "BDEW-Heizkostenvergleich Alt- und Neubau 2021", den der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft veröffentlicht hat (BDEW).
Der Vergleich soll Bauherren, Planern und Energieberatern anhand von Beispielrechnungen einen Kostenüberblick über gängige Systeme für die Beheizung und Trinkwassererwärmung bei der Heizungssanierung oder für neu zu errichtende Ein- und Mehrfamilienhäuser aufzeigen. Verglichen werden neben den jährlichen Energiekosten auch die Anschaffungs- und Wartungskosten heißt es.
Fast 20 Prozent der Emisssionen durch Heizen
Der Vergleich soll zudem zeigen, dass Erdgas, Strom und Fernwärme auch unter den Anforderungen des neuen Gebäudeenergiegesetzes, der CO2-Bepreisung und der Bundesförderung effizienter Gebäude wirtschaftlich attraktive Lösungen in der Gebäudebeheizung bieten. Für das Gutachten hat der Branchenverband das Institut für Technische Gebäudeausrüstung Dresden Forschung und Anwendung (TG) beauftragt.
"Zwar konnten seit 1990 schon über 40 Prozent CO2 im Gebäudesektor eingespart werden. Dennoch liegen hier noch gewaltige Einsparpotenziale verborgen: Fast 20 Prozent aller CO2-Emissionen in Deutschland entstehen durch das Heizen von Gebäuden, jede vierte Heizung in Deutschland ist 25 Jahre alt und älter und arbeitet damit nicht mehr effizient", erläutert Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung.
Moderne Gasheizungen mit Wasserstoff kompatibel
Die Energiewirtschaft arbeitet intensiv an der Dekarbonisierung der verschiedenen Wärmeenergieträger. Eine moderne Gasheizung könnte heute mit Biogas und perspektivisch ohne größeren Umbau auch mit Wasserstoff betrieben werden, so Andreae weiter. Für den effektiven Einsatz von Wärmepumpen sind demnach Gebäudesanierungen zentral, da diese vor allem für Häuser mit hoher Gebäudeeffizienz geeignet sind.
"Der Heizkostenvergleich zeigt, dass Heizsysteme, die erneuerbare Energien einbinden, nicht nur gut für Klima, sondern auch wirtschaftlich sind." Durch die verschiedenen Förderprogramme sei der Einbau klimafreundlicher Heizsysteme sowohl im Neu- als auch im Altbau für den Kunden attraktiv, betonte die BDEW-Hauptgeschäftsführerin. (jk)



