Um die Wasserqualität zu sichern, muss Rewag unter anderem in den Hochwasserschutz der Wassergewinnungsanlagen investieren.

Um die Wasserqualität zu sichern, muss Rewag unter anderem in den Hochwasserschutz der Wassergewinnungsanlagen investieren.

Bild: © Igor/AdobeStock

Wasser als Wärmequelle zu nutzen, ist für immer mehr Energieversorger ein Schlüssel zur Dekarbonisierung ihrer Wärmeversorgung. Dabei geht es jedoch meist um Ab- oder Kühlwasser, in Schleswig-Holstein will man nun auch Trinkwasser miteinbeziehen.

Der Verband der Schleswig-Holsteinischen Energie- und Wasserwirtschaft (VSHEW) setzt sich für den Einsatz von Wärmetauschern im Trinkwassernetz ein. Bei 163 Mio. Kubikmetern Wasser, das die 47 größten Wasserversorgungsunternehmen im Land jährlich zu den Menschen bringen, wäre das eine nutzbare Wärmemenge von einer TWh pro Jahr. Damit könnten etwa 60.000 Haushalte mit erneuerbarer Wärme versorgt werden.

Bundesratinitiative oder eigene Landes-Trinkwasserverordnung 

Im Weg steht diesem Plan bislang jedoch die Trinkwasserverordnung. Andreas Wulff, Vorstandsvorsitzender des VSHEW und Geschäftsführer der Stadtwerke Brunsbüttel sowie der Stadtwerke Steinburg appelliert daher: „In Zeiten der Energieknappheit müssen wir uns von unsinnigen Tabus verabschieden und die gesetzlichen Rahmenbedingungen so anpassen, dass sie den heutigen Gegebenheiten entsprechen und mehr Klimaschutz ermöglichen.“

Der Verband fordert die Landesregierung von Schleswig-Holstein auf, sich im Bundesrat für eine Novelle der Trinkwasserverordnung einzusetzen oder zur Not eine eigene Landes-Trinkwasserverordnung zu erlassen. (lm)

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