Die Bohranlage Wirth B12 SH 30000 soll in den kommenden Wochen das Geothermiefeld in Lankow erschließen.

Die Bohranlage Wirth B12 SH 30000 soll in den kommenden Wochen das Geothermiefeld in Lankow erschließen.

Bild: © Daldrup & Söhne

Rund 15 Prozent des Fernwärmebedarfs von Schwerin sollen künftig durch die Einbindung von Geothermie gedeckt werden. Nachdem eine erste Bohrung im Jahr 2018 bereits über den Erwartungen lag, hat die Energieversorgung Schwerin GmbH & Co., eine Tochter der Stadtwerke Schwerin, die Spezialfirma Daldrup & Söhne AG nun mit einer weiteren Injektionsbohrung beauftragt. Das Projekt ist Teil der Klimainitiative der Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern. Der Auftragswert beträgt laut Pressemitteilung von Daldrup & Söhne  rund 4 Mio Euro. Die Arbeiten in Schwerin-Lankow werden Mitte Oktober 2020 beginnen.

Die Bohrung soll bis auf eine Tiefe von rund 1300 Metern abgeteuft und innerhalb von gut vier Monaten fertig gestellt werden, heißt es weiter. Die Energieversorgung Schwerin will mit der Geothermie ihre klimafreundliche Wärmeversorgung weiter ausbauen. Dazu wird das vorhandene Fernwärmenetz auch mit geothermischer, regionaler Wärme versorgt.

Schwerin will bis 2035 CO2-neutral werden

Die Nutzung der Erdwärme ist laut den Stadtwerken Schwerin ein Beitrag zu einer nachhaltigen und klimafreundlichen Energiegewinnung auf dem Weg zur angestrebten CO2-Neutralität der Landeshauptstadt bis zum Jahr 2035. Das Projekt wird durch das Land Mecklenburg-Vorpommern gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie und dem Klimaschutz-Darlehensprogramm gefördert. (hoe)

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