Die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg (ASF) lässt Grünschnitt über eine Pyreg-Anlage in Pflanzenkohle verwandeln.

Die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg (ASF) lässt Grünschnitt über eine Pyreg-Anlage in Pflanzenkohle verwandeln.

Bild: ©ASF

Dem Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e. V. (BDE) ist daran gelegen, möglichst viel zur ökologischen Abfallwirtschaft beizutragen. BDE-Präsident Peter Kurth appelliert daher an den Gesetzgeber, zu handeln: "Überlassungspflichtige Bioabfälle müssen möglichst sortenrein erfasst werden, denn nur so ist es möglich, qualitativ hochwertige Komposte und Gärprodukte zu erzeugen."

Kurth wünscht sich dies nicht nur aus Gründen des Umweltschutzes. Je größer die Verunreinigung von Bioabfällen ist, desto höher ist für die verarbeitenden Betriebe auch der energetische und technische Aufwand zur Fremdstoff-Abtrennung. Das wiederum geht enorm in die Kosten. Um hier sinnvoll und wirtschaftlich agieren zu können, braucht die Abfallwirtschaft verlässliche Rahmenbedinungen.

Rechtssicherheit für die Betriebe, Pflichten für die Verbraucher

Der BDE hält es daher für sinnvoll, einen verbindlichen Kriterienkatalog zu erarbeiten, ab dem Maßnahmen zur Verbesserung der Sammelqualität auf Seiten des Bürgers ergriffen werden müssen. Der Verband regt an, dazu ein Forum einzurichten. Kurth: "Unsere Betreiber benötigen gutes Ausgangsmaterial zur Erzeugung hochwertiger organischer Dünger und sie benötigen Rechtssicherheit, wie sie mit stark verunreinigten Chargen umgehen können."

Im Januar 2017 hatte der Abfalltechnikausschuss der "Arbeitsgemeinschaft Abfall“" von Bund und Ländern den Beschluss gefasst, von allen beteiligten Akteuren zu verlangen, den Fremdstoffeintrag – also zum Beispiel die sprichwörtlichen "Fehlwürfe" – bei der getrennten Bioabfallsammlung auf eine Zielgröße von maximal ein Gewichtsprozent zu minimieren. Eine rechtliche Bindung hat dieser Beschluss bislang nicht. (sig)

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