Abfallwirtschaft

Hamburgs Waste-Watcher bitten immer mehr Müllsünder zur Kasse

Die "Müll-Sheriffs" der Stadtreinigung kassieren immer mehr Bußgelder – Tendenz weiter steigen. Die Maßnahmen zeigen Erfolg.
12.07.2021

Ein Mitarbeiter der Stadtreinigung entfernt am frühen Morgen den Müll im Stadtpark, der dort nach einer lauen Sommernacht zurückgelassen wurde.

 

Die von Hamburgs Waste-Watchern verhängten Bußgelder für Sauberkeitsverstöße haben sich seit 2018 mehr als vervierfacht. Im vergangenen Jahr schrieben die 30 Mitarbeiter der Stadtreinigung Strafzettel über 425.416 Euro, wie der Senat auf eine Kleine Anfrage der CDU-Bürgerschaftsfraktion mitteilte. Im Jahr 2018, dem ersten Tätigkeitsjahr, hatten die Waste-Watcher Verwarn- und Bußgelder in Höhe von 103.468 Euro kassiert.

Die Zahl der Ordnungswidrigkeiten erhöhte sich im gleichen Zeitraum von 3863 auf 16.090. Die Tendenz ist weiter steigend: In den ersten fünf Monaten dieses Jahres summierten sich die Sanktionen gegen Müllsünder bereits auf 247.424 Euro. Es wurden 7209 Anzeigen geschrieben.

Einsatz nur tagsüber

Die Aufpasser sind in der Regel nur unter der Woche bis zum Abend in der Stadt unterwegs. Ein nächtlicher Einsatz in Parkanlagen mache keinen Sinn, erläuterte der Senat. Es sei zu dunkel. Außerdem sei das Risiko einer Auseinandersetzung mit alkoholisierten Parkbesuchern in größeren Menschenmengen zu groß.

Den Reinigungszustand der Grünanlagen beurteilte der Senat als gut. An Wochenenden mit sommerlichem Wetter und ausufernden Freiluft-Feiern werde bereits frühmorgens der Zustand der Anlagen erkundet. Bei Bedarf verständige man die Rufbereitschaft der Stadtreinigung. (dpa/hp)