"unverBecherlich einfach" – das Konzept der Frankfurter Mehrwegbecher-Kampagne

"unverBecherlich einfach" – das Konzept der Frankfurter Mehrwegbecher-Kampagne

Bild: © Lust auf besser Leben e.V.

Cup2gether ist ein Mehrwegpfand-System für Kaffeebecher und die Antwort des Frankfurter Teams von "Lust auf besser leben" auf die Wegwerfmentalität. Denn: Rund 2,8 Mrd. Einweg-Coffee-to-go-Becher gehen jedes Jahr über die Ladentheken Deutschlands.

Marlene Haas, Initiatorin des Projekts, will "beweisen, dass sich dem Einwegbechermüll etwas entgegen setzen lässt, bezieht man die Bürger von Anfang an mit ein."

Am Anfang stand eine Wette

Am Beginn des Projektes stand eine "challenge": Eine Wette mit der Stadt Frankfurt, dass das Projekt innerhalb von drei Monaten genügend Leute finden würde, die das System testen wollten. 100 Botschafter, die in Lieblingscafés und andernorts für die Mehrwegbecher werben, 20 Cafés, Kioske und Co, die diese testen, 150 To-go-Trinker, die sich vom Einweg verabschieden – das waren die Forderungen.  

Bei Twitter, Facebook und verschiedenen weiteren Social-Media-Kanälen konnte über das Design der recyclebaren Mehrwegbecher abgestimmt werden. Es wurden die Farben grün, grau und rosa gewählt. Dazu kamen Sprüchen wie: "alle hesse sind verBecher". So konnte das Ziel der Challenge in nur 45 Tagen erreicht werden.  

Wertmarke für die Rückgabe

Mittlerweile können sich die Frankfurter in rund 40 Cafés, Tankstellen, Kaufhäusern einen Kaffee zum Mitnehmen bestellen und einen Mehrwegbecher bekommen, Wertmarke inklusive. Ist der Becher ausgetrunken, können sie ihn in einem anderen Cup2gether-Ort wieder abgeben. Dort wird er dann gespült.

Frankfurt ist nicht die erste Stadt, in der so ein Konzept erprobt wurde. Auch Berlin, Hannover, Köln, Ludwigsburg oder München haben bereits damit experimentiert. (hol)

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