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50 Stellen für Müllwerker und Kraftfahrer hatte die Berliner Stadtreinigung (BSR) im Sommer ausgeschrieben und darauf hingewiesen, dass sich auch Frauen bewerben sollen. Die Aktion war erfolgreich: Insgesamt 1284 Bewerbungen – davon 84 von Frauen – gingen ein. Mittlerweile hat die BSR 15 geeignete Frauen für eine Einstellung als Müllwerkerin gewonnen. Die neuen Kolleginnen und auch ihre männlichen Kollegen starten in den kommenden Wochen mit der üblichen Einarbeitungsphase.

"Was bei der Straßenreinigung mit ihren inzwischen über 300 Frauen in Orange schon Normalität ist, bedeutet für die Müllabfuhr erstmal einen Kulturwandel", meint BSR-Chefin Dr. Tanja Wielgoß. Von ihm könnten alle Beschäftigten profitieren. "Wir können uns vorstellen, dass das Verständnis bei Planern, Hauseigentümern und -verwaltern steigt, einen Standplatz in einem Keller zu überprüfen, wenn auch Frauen den Job machen", hofft Wielgoß.

Kulturwandel durch den "Frauenbesen"

Ähnlich positive Erfahrungen habe die BSR bereits bei der Einstellung von Reinigerinnen gemacht: Die damals neu eingeführten "Frauenbesen" seien mittlerweile auch bei den männlichen Kollegen heiß begehrt.

Die BSR-Aufsichtsratsvorsitzende, Wirtschaftssenatorin Ramona Pop, sieht in der hohen Zahl der Bewerbungen ein Indiz für die Attraktivität des landeseigenen Unternehmens als Arbeitgeber. "Es ist eine körperlich anspruchsvolle Arbeit. Ich bin sehr froh, dass nun auch Frauen die Chance auf faire Arbeitsbedingungen und tarifliche Entlohnung ergreifen. Wir brauchen in allen Branchen und Disziplinen Frauen, die sich aktiv einbringen und das Feld nicht den Männern überlassen." (wa)

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