Bild: © Gottlieb Paludan Architects

Wo früher die Müllverbrennungsanlage Stellinger Moor stand, will die Stadtreinigung Hamburg bis 2022 ein „Zentrum für Ressourcen und Energie“ (ZRE) errichten. Die Anlage soll nicht nur aus Abfall  70 Megawatt Wärme, bis zu 15 Megawatt Strom sowie 10 Megawatt Biogas erzeugen – sie soll auch noch Maßstäbe zeitgemäßer Industriearchitektur setzen. Eine zehnköpfige Jury hat sich nun für einen Entwurf des Büros Gottlieb Paludan Architects aus Kopenhagen entschieden.

Zentrales Gestaltungsmerkmal sind auffällige „Laternen“, große loggienartige Anbauten in der matt-grauen Fassade aus Wellaluminium, die mit Bodendeckern und Rankpflanzen begrünt werden. Die Rückwände der Laternen sind orange hinterlegt und nehmen so Bezug auf die Unternehmensfarben der Stadtreinigung Hamburg.

Anlage erzeugt Strom, Wärme und Biogas

SRH-Geschäftsführer Prof. Dr. Rüdiger Siechau: „Mit dem geplanten ZRE realisieren wir in Hamburg ein Projekt mit großer umwelt- und energiepolitische Tragweite, weil wir Entsorgungssicherheit und umweltfreundliche Energieerzeugung in einem Konzept vereinen. Umso besser ist es, wenn das neue Zentrum für Ressourcen und Energie auch noch sichtbarer Beweis dafür ist, dass Industrieanlagen wie das ZRE auch ansprechend und zugleich multifunktional gestaltet werden können.“

Das künftige ZRE besteht aus mehreren Teilanlagen. Dazu gehören unter anderem eine Sortieranlage für 140.000 Tonnen Hausmüll, eine Biogasanlage für die organische Hausmüllfraktion aus der Sortieranlage, eine Biogasanlage für die Vergärung von Bio- und Grünabfall, ein Biomasseheizkraftwerk für holzige Abfälle und getrocknete Biomasse, ein Ersatzbrennstoff-Kraftwerk sowie Anlagen zur Erzeugung von Strom und Fernwärme. (wa)

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