Die Bundesländer haben keine Rechtsgrundlage, um den Verkauf von Einweg-E-Zigaretten zu beschränken.

Die Bundesländer haben keine Rechtsgrundlage, um den Verkauf von Einweg-E-Zigaretten zu beschränken.

Bild: © lezinav/AdobeStock

Einweg-E-Zigaretten sind eine echte Umweltsünde und stellen ein gravierendes Problem für die Ökologie und die österreichischen Recyclingbetriebe dar. Das stellt der Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VOEB) in einer Pressemitteilung fest.

Der VOEB spricht sich daher für ein Verbot aus: „Einweg-E-Zigaretten sind ein umstrittenes Wegwerfprodukt: Aufwendig in der Herstellung haben sie eine kurze Lebensdauer und verschwenden knappe Rohstoffe, wie etwa seltene Erden“, erklärt VOEB Präsidentin Gabriele Jüly.

Risiken des Produkts

In der Kunststoffhülle der E-Zigaretten stecken nicht aufladbare Lithium-Ionen-Batterien. Die „Disposables“ müssen in Österreich in vorgesehenen Sammelstellen, Wertstoffzentren oder im Handel entsorgt werden. Häufig landen sie aber im Restmüll.

Laut VOEB wissen viele Verbraucher:innen nicht, dass die eingebauten Lithium-Ionen-Batterien risikoreiche „Brandteufel“ darstellen. Bei Beschädigung können sie enorme Hitze von über 1000 Grad Celsius entwickeln und Mitarbeiter:innen der Abfallwirtschaftsbetriebe lebensgefährlich verletzen sowie zu erheblichen Schäden in den Anlagen führen.

Initiative aus Bayern

Das Bundesland Bayern hat kürzlich ein europaweites Verbot der Einweg-E-Zigaretten gefordert. Ziel einer Bundesratsinitiative ist, die Bundesregierung aufzufordern, sich auf EU-Ebene für ein Verkaufsverbot dieser Wegwerfprodukte einzusetzen und den wachsenden Markt an Einwegprodukten auszubremsen.

Auch der BDE (Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Kreislaufwirtschaft) und der NABU (Naturschutzbund Deutschland) unterstützen diese Forderung und sprechen sich für ein Verbot aus. (hp)

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