Die Detonation in dem Chempark ereignete sich am Dienstag gegen 9.40 Uhr.

Die Detonation in dem Chempark ereignete sich am Dienstag gegen 9.40 Uhr.

Bild: © Oliver Berg/dpa

Die schwere Explosion in der Leverkusener Sondermüll-Verbrennungsanlage mit sieben Toten könnte durch eine chemische Reaktion des Abfalls ausgelöst worden sein.

Nach Angaben der Bezirksregierung Köln geht aus einem ersten Zwischenbericht eines Sachverständigen hervor, dass vermutlich eine chemische Reaktion des Abfalls mit zunehmender Temperatur zu einem rapide ansteigenden Überdruck im Lagertank geführt habe.

Überdruck lässt Tank platzen

Dieser Überdruck habe trotz der Sicherheitssysteme des Tanks nicht mehr abgebaut werden können. Dem Zerplatzen des Tanks folgte dann wahrscheinlich eine Zündung der entstandenen Explosionswolke und dadurch der anschließende Brand.

Bevor endgültige Schlussfolgerungen aus dem Ereignis und den daraus folgenden Konsequenzen gezogen werden können, müssten weitere Untersuchungen des Sachverständigen abgewartet werden, heißt es in einer Mitteilung der Bezirksregierung am Montag. Sie hatte eine sicherheitstechnische Prüfung angeordnet.

Sieben Menschen starben

Daraufhin habe der Chempark-Betreiber Currenta einen Sachverständigen zur Ermittlung der Brand- und Explosionsursache beauftragt. Wann und in welcher Form der Zwischenbericht veröffentlicht werden kann, werde derzeit mit der Staatsanwaltschaft wegen des laufenden Verfahrens sowie mit Currenta in Hinblick auf die Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse geklärt.

Bei der Explosion in Leverkusen am 27. Juli waren sieben Menschen ums Leben gekommen. 31 Menschen erlitten zum Teil schwere Verletzungen.

Ermittlungsverfahren gegen unbekannt

Die Staatsanwaltschaft Köln hat ein Ermittlungsverfahren gegen unbekannt wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung und fahrlässiges Herbeiführen einer Explosion eingeleitet. Sie will herausfinden, ob menschliche Fehler zu dem Unglück geführt haben. (dpa/aba)

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