„Wird Aurélie Alemany Chefin von Enercity?“, fragte die „Hannoversche Allgemeine“ (HAZ) in ihrer Print-Ausgabe von Mittwoch. Die bisherige Vorstandsvorsitzende des Regionalversorgers Susanna Zapreva hat das Unternehmen bereits Ende 2023 verlassen. Nach acht Jahren in Hannover kehrte sie in ihre Heimatstadt Wien zurück und ist seit Anfang 2024 Mitglied im Vorstand der österreichischen Verbund AG.
Die Landeshauptstadt Hannover als größter Anteilseigener verweist bei Verfahren und Kommunikation der Neubesetzung auf Enercity, "auch wenn Hannovers Wirtschafts- und Umweltdezernentin Anja Ritschel als Aufsichtsratsvorsitzende zur Person eng eingebunden“ sei. Die Pressestelle von Enercity will sich derzeit nicht äußern, sondern stellt fest, dass noch keine Entscheidung getroffen sei.
Schwierige Suche
Einige Indizien sprechen für den Wechsel der 48-jährigen Französin in die niedersächsische Landeshauptstadt. Dazu gehört, dass Alemany ihre Tätigkeit als Geschäftsführerin und Sprecherin von Senec nach mehr als drei Jahren auf eigenen Wunsch Ende Januar beenden wird, „um sich neuen beruflichen Herausforderungen zu widmen“. Das hatte die EnBW-Tochter bereits am 12. Dezember bekannt gegeben.
“Wir akzeptieren Aurélies Entscheidung, bedauern diesen Schritt aber sehr“, erklärte EnBW-Vorständin Colette Rückert-Hennen. Alemany habe Senec erfolgreich unter den Top-3-Anbietern im deutschen Heimspeicher-Markt positioniert.
Sollte die Findungskommission sich auf die Neubesetzung einigen, ginge ein langwieriges Verfahren zu Ende, schreibt die HAZ. Ein Grund für die Verzögerungen habe darin gelegen, dass zu viele Menschen mitreden konnten. Alemany dürfte danach jedoch eine Kandidatin sein, die viele Mitglieder der Findungskommission zufriedenstellt. (hp)
