Die Stadtwerke Duisburg wollen die Möglichkeiten mobilen Arbeitens für ihre Beschäftigten weiter ausbauen.

Die Stadtwerke Duisburg wollen die Möglichkeiten mobilen Arbeitens für ihre Beschäftigten weiter ausbauen.

Bild: © Malte Helmhold/Unsplash

War die Pandemie der Treiber für standortunabhängiges Arbeiten? Wo wird mehr zu Hause gearbeitet – in der Stadt oder auf dem Land? Welche Branchen liegen vorne? Diesen Fragen ist der Personaldienstleister Hays in seiner Trendstudie „Arbeitsorte im Wandel“ nachgegangen. Dafür wertete Index Internet und Mediaforschung alle veröffentlichten Stellengesuche – also Jobportale, Printanzeigen und Karriere-Webseiten – zwischen Januar 2021 und März 2021 aus.

Die Ergebnisse zeigen: Im ersten Quartal 2021 lag der Anteil der Jobs mit Homeoffice-Option bei 15 Prozent, im ersten Quartal 2020 waren es noch 7 Prozent. Besonders stark ist die Erhöhung im dritten Quartal 2020 ausgefallen. Hier steigt der Remote-Anteil innerhalb von drei Monaten von neun auf zwölf Prozent. Dieser Sprung nach den ersten beiden Wellen der Pandemie legt den Schluss nahe, dass die positiven Erfahrungen aus der Corona-Zeit den Arbeitsmarkt für das Homeoffice geöffnet haben. Wenn man die vergangenen vier Jahre nimmt, dann haben die Angebote mit Homeoffice-Anteil seit 2017 mit 2 Prozent auf 9 Prozent in 2020 zugenommen.

Regionale Unterschiede

Heruntergebrochen auf Landkreisebene zeigt sich, dass Homeoffice-Angebote besonders häufig im Umkreis von Großstädten zu finden sind. In 32 Stadt- und Landkreisen liegt der Anteil im Jahr 2020 bei über zwölf Prozent, darunter Hamburg, Berlin, Köln, München, Stuttgart, Bremen und Frankfurt am Main. Im Ruhrgebiet sowie im Rhein-Main-Gebiet wird ebenfalls überdurchschnittlich häufig die Möglichkeit geboten, von zu Hause aus zu arbeiten.

Dagegen wird in ländlicheren Gebieten deutlich seltener Remote-Arbeit in Jobangeboten genannt. Eine Erklärung dafür könnte sein, dass besonders in den Städten Unternehmen aus jenen Branchen und Berufsgruppen sitzen, in denen das Arbeiten von Zuhause am einfachsten umzusetzen ist.

Unterschiede nach Branchen

Die Umfrageergebnisse zeigen nämlich auch, dass der Homeoffice-Anteil je nach Berufsgruppe stark variiert. Die Energieversorger liegen 2020 mit 22 Prozent gleichauf mit der Informations- und Kommunikations-Branche und nehmen damit einen Spitzenplatz ein. 2017 waren es in der Informations- und Kommunikations-Branche noch 6 Prozent und in der Energie-Branche 2 Prozent. Im hinteren Bereich des 2020er-Rankings liegt mit immerhin 8 Prozent die Wasser-, Abwasser- und Abfallentsorgung (2017: 0 Prozent), zu den Schlusslichtern zählt die öffentliche Verwaltung mit 7 Prozent (2017: 2 Prozent). (hp mit Material von dpa)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper