Enercity bekommt einen neuen Arbeitsdirektor, der zugleich auch Mitglied des Vorstands wird. Der Aufsichtsrat des Versorgers hat Dirk Schulte berufen. Der 56-Jährige kommt von den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG), wo er seit Februar 2015 Vorstand für Personal und Soziales ist.
Enercity sei mitten in einer entscheidenden Phase der Transformation, die das Unternehmen nachhaltig verändern werde. Dirk Schulte werde als Arbeitsdirektor insbesondere den Wandel der Arbeitswelt in den Fokus nehmen, um hier maßgebliche Impulse zu geben, lässt sich Axel von der Ohe, der Aufsichtsratsvorsitzende von Enercity in einer Mitteilung des Unternehmens zitieren.
Überraschender Weggang von Kai-Uwe Weitz
Bei Enercity folgt Schulte auf Kai-Uwe Weitz, der nach mehr als vier Jahren zum 28. Februar 2021 aus dem Enercity-Vorstand ausgeschieden ist. Weitz war zum 1. Januar 2017 in den Enercity-Vorstand berufen worden und hatte kurze Zeit später auch das Amt des Arbeitsdirektors übernommen. Ende Februar erfolgte dann die einvernehmliche Trennung.
Vor seiner Berufung in den Vorstand der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) war Schulte seit 2009 in verschiedenen leitenden Positionen bei der Salzgitter AG, zuletzt als Vorstand Personal der Salzgitter Stahl sowie Geschäftsführer Personal und Arbeitsdirektor bei den Stahlgesellschaften Salzgitter Flachstahl, Ilsenburger Grobblech und Peiner Träger, tätig. Er ist ausgebildeter Anlagenelektroniker und studierter Volkswirt und begann seine Karriere 1996 als Projektmanager bei der West/LB, arbeitete dann bei der Deutschen Telekom und beim Personaldienstleister Vivento.
Viel Lob für Schulte
BVG-Chefin Eva Kreienkamp betont, dass Dirk Schulte in den letzten Jahren das Gesicht der BVG mitgeprägt habe. Mit großem Engagement und Einfühlungsvermögen habe er insbesondere in den schwierigen Zeiten der Pandemie wichtige Impulse für den solidarischen Zusammenhalt gegeben.
Lob kommt auch von Lothar Stephan, dem Vorsitzenden des Gesamtpersonalrates und stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrates. Schulte sei immer offen für Gespräche, Anregungen und durchaus auch kritische Themen gewesen.
Ramona Pop, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe und Aufsichtsratsvorsitzende der BVG, führt in der Mitteilung aus, dass Schulte die Profilierung der BVG „als guten und verlässlichen Arbeitgeber“ gestärkt und dazu beigetragen habe, dass die BVG als landeseigenes Unternehmen Maßstäbe bei der Ausbildung, bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, der Gesundheitsfürsorge und der Gleichstellung setzt.
Suche nach einem Nachfolger startet
Der Aufsichtsrat der BVG wird nun in den kommenden Wochen die Suche nach einer Nachfolge starten. (amo)



