Die Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Öffentliche Dienstleistungen (bvöd) hat Ingbert Liebing, Hauptgeschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU), einstimmig als Vorsitzenden wiedergewählt. Liebing leitet den bvöd seit September 2020.
Wie Liebing in einer Mitteilung für die Presse betont, vertritt der bvöd die Interessen der öffentlichen Unternehmen und Arbeitgeber Deutschlands auf europäischer Ebene. „Sie stehen für die Daseinsvorsorge und sichern damit die Grundbedürfnisse der Menschen. Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie ist besonders deutlich geworden, wie wichtig es ist, dass Strom und Wasser weiterhin sicher fließen, dass das öffentliche Gesundheits- und Sozialsystem funktioniert, die öffentlichen Verwaltungen verlässlich arbeiten, Abwasser und Abfall weiterhin entsorgt werden, der öffentliche Personennahverkehr weiterhin stattfindet – und das alles, während weite Teile des öffentlichen Lebens und der Wirtschaft in den Lockdown gingen. Die öffentliche Wirtschaft, gerade auf kommunaler Ebene, hat Deutschland am Laufen gehalten.“
Öffentliche Daseinsvorsorge stärken
Umso wichtiger sei es, dieses System öffentlicher Daseinsvorsorge zu stärken und auch in Europa besser zu verankern. Nicht zuletzt die großen Vorhaben der EU-Kommission mit dem Green Deal, der Digitalisierung und den Strategien zum demographischen Wandel würden die Unternehmen der öffentlichen Daseinsvorsorge vor besondere Herausforderungen stellen. „Hier sind wir als bvöd eine starke Stimme der öffentlichen Wirtschaft in Europa“, so Liebing.
Auch die weiteren Mitglieder des bvöd-Präsidiums bleiben unterverändert: Sabine Groner-Weber, Mitglied des Vorstandes der Stuttgarter Straßenbahnen AG, und Michael Paul, Konzernbeauftragter der Stadtwerke Köln, sind in ihrem Amt als stellvertretende Vorsitzende bestätigt worden, Sven‐Joachim Otto, E&Y Düsseldorf, ist erneut zum Schatzmeister gewählt worden. Kraft Amtes bleibt auch Christina Schaefer, Helmut-Schmidt-Universität Hamburg/Universität der Bundeswehr Hamburg, weiterhin Teil des Präsidiums.
Kerstin Oster ist neue Stellvertreterin
Als neue stellvertretende Vorsitzende wählte die Mitgliederversammlung Kerstin Oster, Vorständin für Personal und Soziales der Berliner Wasserbetriebe AöR, die von nun an das bvöd-Präsidium verstärkt.
Oster spricht mit Blick auf die kommenden Jahre von großen Herausforderungen. „Digitalisierung, künstliche Intelligenz, sich verändernde Anforderungen an die Arbeitswelt von morgen, demografischer Wandel oder Fachkräftemangel machen dabei nicht an Landesgrenzen halt.“ Es sei wichtig, gemeinsame Lösungsansätze zu entwickeln.
Der Bundesverband Öffentliche Dienstleistungen – Deutsche Sektion von SGI Europe ist ein Zusammenschluss von kommunalen Unternehmen, Wirtschaftsverbänden der öffentlichen Wirtschaft, den öffentlichen Arbeitgeberverbänden und den kommunalen Spitzenverbänden. Die Mitglieder vereint das Ziel der Daseinsvorsorge: Sie sorgen für eine Grundversorgung in den Bereichen Energie, Wasser, Abfallwirtschaft, öffentlicher Verkehr, Telekommunikation, Bäder, Häfen und Wohnungsbau sowie soziale, kulturelle, Gesundheits- und Erziehungsdienstleistungen, Bildungs- sowie Forschungs- und Verwaltungsdienstleistungen. Als deutsche Sektion von SGI Europe ist es das Hauptanliegen des bvöd, die Interessen der deutschen öffentlichen Wirtschaft und öffentlichen Arbeitgeber über den europäischen Verband der öffentlichen Unternehmen und Arbeitgeber SGI Europe zu vertreten. (amo)



