Jochen Starke ist Senior Advisor und Sonderbeauftragter der Geschäftsführung bei dem Leipziger Energieberatungsunternehmen Tilia. Er ist zum 1.Oktober 2019 zum Geschäftsführenden Vorstand der Unterfränkischen Überlandzentrale eG (ÜZ) in Lülsfeld (Kreis Schweinfurt) bestellt.

Jochen Starke ist Senior Advisor und Sonderbeauftragter der Geschäftsführung bei dem Leipziger Energieberatungsunternehmen Tilia. Er ist zum 1.Oktober 2019 zum Geschäftsführenden Vorstand der Unterfränkischen Überlandzentrale eG (ÜZ) in Lülsfeld (Kreis Schweinfurt) bestellt.

Bild: privat

Die Unterfränkische Überlandzentrale eG ("ÜZ Mainfranken") hat den Berater Jochen Starke zum 1. Oktober zum Geschäftsführenden Vorstand und Betriebsleiter bestellt, der in einer dreimonatigen Übergangszeit dem langjährigen Amtsinhaber Gerd Bock nachfolgen soll. Dies erfuhr die ZfK am Dienstag von dem Verteilnetzbetreiber mit Sitz in Lülsfeld (Kreis Schweinfurt). Im Vorstand haben Bock und Starke ehrenamtliche Kollegen aus dem Genossenkreis unter dem Vorsitz des Bürgermeisters von Sommerach (Kreis Kitzingen), Elmar Henke (CSU).

Der designierte Chef Jochen Starke ist seit beinahe zwei Jahrzehnten für die und in der Energiebranche tätig:

  • Angefangen als Anwalt bei Becker Büttner Held (BBH),
  • wechselte er in verschiedene leitende Positionen bei Engie Deutschland (früher Electrabel und GDF Suez).
  • Danach war er Kaufmännischer Geschäftsführer der Energieversorgung Gera (EGG) und der Kraftwerke Gera (KWG).
  • Von 2009 bis Ende 2017 war der promovierte Jurist Chef der Saarbrücker Energie Saarlorlux.
  • Zuletzt war Starke "Senior Advisor und Sonderbeauftragter der Geschäftsführung" bei dem Leipziger Energieberatungsunternehmen Tilia. Dies ist seinem Profil auf der Karriereplattform Xing zu entnehmen.

Starke: Neuausrichtung durch Bock fortsetzen

Sein altersbedingt scheidender Vorgänger Gerd Bock ist seit 2007 bei der ÜZ. Er hat den Stromverteilnetzbetreiber mit etwa 70.000 Kundenanlagen in den Landkreisen Würzburg, Schweinfurt, Kitzingen, Main-Spessart und Haßberge breiter aufgestellt, modernisiert und grün ausgerichtet:

  • Die UZ verfügt heute nach eigenen Angaben direkt und indirekt über 38 MW Erzeugungsleistung in Photovoltaik-, Wasser- und Windkraft. Von ihr werden jährlich 60 bis 70 Mio. kWh regionalen Biogasstroms direktvermarktet.
  • Telekommunikation und Energiedienstleistungen (EDL) sind dazukommen: Die ÜZ hat mittlerweile über 600 Kilometer LWL(Lichtwellenleiter)-Netz.
  • mit Dienstleistungen zur regenerativen Beheizung von Wohnhäusern,
  • mit E-Mobilität sowie
  • mit einem Geoinformationssystem (GIS) für Dritte.

Starke schreibt denn auch zu seinem Programm: "Die ÜZ Mainfranken ist heute einer der Vorreiter in der CO2-freien Energieversorgung. Dies gilt es gemeinsam mit unseren Mitarbeitern konsequent weiterzuentwickeln. Die Veränderungen in der Energiewirtschaft verstehen wir als Chance für das Unternehmen, das in puncto Kompetenz, Dynamik und Flexibilität weiterhin Maßstäbe setzen soll."

Gründung als eG vor 109 Jahren

Die ÜZ ist einer der wenigen traditionellen Energieversorger, die genossenschaftlich organisiert sind. Sie wurde nach eigenen Angaben 1910 von 379 Mitgliedern aus 23 Orten gegründet und ist – seit der Entflechtung als vormals vertikal integrierter ländlicher Stromversorger und der Veräußerung der Gastochter – der Stromverteilnetzbetreiber in 143 Ortsteilen in vier nordwestbayerischen Nachbarlandkreisen. (geo)

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