Jörg Gerhard ist mit sofortiger Wirkung abberufen; eine interne Aufarbeitung bei der ESWE-Verkehr steht noch bevor. (Symbolbild)

Jörg Gerhard ist mit sofortiger Wirkung abberufen; eine interne Aufarbeitung bei der ESWE-Verkehr steht noch bevor. (Symbolbild)

Bild: © Robert Kneschke/AdobeStock

Der Aufsichtsrat der ESWE Verkehrsgesellschaft hat beschlossen, den Geschäftsführer Jörg Gerhard mit sofortiger Wirkung abzuberufen. Das teilte der Aufsichtsratsvorsitzende Andreas Kowol mit.

Zudem habe der Aufsichtsrat des kommunalen Versorgers festgestellt, dass die Abberufung aus wichtigem Grund erfolgt. Gegen Gerhard waren Vorwürfe laut geworden, er habe einzelne Mitarbeiter bevorzugt behandelt.

Staatsanwaltschaft ermittelt

Unter anderem geht es um Begünstigung, ungerechtfertigte Beförderungen und zu hohe Gehälter für bestimmte Mitarbeiter, wie der "SWR" berichtet. Daher hat wohl auch die Staatsanwaltschaft Wiesbaden Ermittlungen aufgenommen.

Das Unternehmen wird übergangsweise vom weiteren Geschäftsführer Jan Görnemann, alleine weiter geführt, wobei er von den Prokuristinnen und Prokuristen des Unternehmens unterstützt wird, wie die Landeshauptstadt Wiesbaden mitteilt.

ESWE Verkehr will Vertrauen zurückgewinnen

"Den 1200 Mitarbeitern, die den Wiesbadener ÖPNV jeden Tag am Laufen halten, sind wir es schuldig, das Unternehmen wieder in ruhigeres Fahrwasser zu steuern und Vertrauen zurückzugewinnen", sagte Andreas Kowol, Aufsichtsratsvorsitzender. "Mit Jan Görnemann haben wir die Neuaufstellung von ESWE Verkehr seit Dezember bereits sehr vielversprechend eingeleitet und werden diese jetzt zielgerichtet weiterverfolgen."

Nach Informationen des "SWR" laufen auch intern bei ESWE-Verkehr Ermittlungen gegen Gerhard. (jk)

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