Christiane Preuß übernimmt ab Oktober die Position der Kaufmännischen Geschäftsführerin bei den Hamburger Energiewerken. Sie ergänzt damit die bestehende Geschäftsführung um Sprecherin Kirsten Fust und Geschäftsführer Michael Prinz.
Nach Unternehmensangaben verantwortet Preuß künftig die Bereiche Finanzen und Personal. Beide Ressorts wurden seit dem Ausscheiden von Christian Heine Ende 2024 übergangsweise von Fust und Prinz mitgeführt.
Die 58-jährige Betriebswirtin bringt umfangreiche Erfahrung in der Energiewirtschaft sowie in kaufmännischen Führungsfunktionen mit. Seit 2021 ist sie Geschäftsführerin der Energie und Wasser Potsdam. Sie war eine der zentralen Figuren bei den Verhandlungen mit der Stadt über die Finanzierung der Wärmewende.
Ihr Abgang aus Potsdam kam überraschend. Laut einer im Tagesspiegel veröffentlichten E-Mail an einen Teil der Belegschaft soll Preuß die Entscheidung schwer gefallen sein. Sie habe "zunehmend die Gemeinsamkeit mit zentralen Rathausakteuren vermisst", zitiert die Lokalzeitung aus der internen Mitteilung.
Seit der Abwahl von Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) durch ein Misstrauensvotum wird Potsdam interimistisch von Kämmerer Burkard Exner regiert. Schubert war in einem Bürgerentscheid abgewählt worden. Mehrere Stadtfraktionen warfen ihm Missmanagement und Stillstand vor.
Katharina Fegebank, Zweite Bürgermeisterin der Freien und Hansestadt Hamburg und Aufsichtsratsvorsitzende der Hamburger Energiewerke, sieht in der Personalentscheidung eine wichtige Weichenstellung: Preuß sei "eine wichtige Verstärkung des Führungsteams", so Fegebank laut Pressemitteilung. Die Umsetzung der Energiewende stelle alle Unternehmen vor große finanzielle Herausforderungen, die nur mit einem kompetenten und motivierten Team bewältigt werden könnten.



