Überraschung im Schwarzwald: Gregor Gülpen wird seinen auslaufenden Vertrag als Geschäftsführer der Stadtwerke Villingen-Schwenningen (SVS) nicht über das Jahresende hinaus verlängern.
Ihm sei diese Entscheidung schwergefallen, familiäre Gründe hätten ihn jedoch dazu bewogen, wird der scheidende Stadtwerkechef in einer Pressemitteilung der SVS zitiert.
Langjährige Erfahrung in der Kommunal- und Energiewirtschaft
Gülpen war Anfang 2022 aus dem schleswig-holsteinischen Itzehoe an die Spitze des Kommunalversorgers in Villingen-Schwenningen gewechselt. Der ursprünglich aus dem Raum Köln stammende Energiemanager ist seit über 20 Jahren in der Energiewirtschaft tätig, und war zuvor unter anderem in Führungspositionen bei den Stadtwerken Itzehoe, Lübeck, Krefeld und bei RWE tätig.
Er verlässt die Stadtwerke Villingen-Schwenningen in einer umfassenden Transformationsphase. Der Ausbau der Fernwärmenetze und der erneuerbaren Energie sind ebenso herausfordernde Projekte wie der Umbau der Bäderlandschaft. Laut Regionalmedien stimmt die Bevölkerung im Juni über den Bau eines neuen, zentralen Schwimmbads ab.
Oberbürgermeister: "Viele wichtige Impulse auf dem Weg zur Grünen Null gesetzt"
„Herr Gülpen hat als Geschäftsführer die SVS erfolgreich durch wirtschaftlich unsichere Zeiten geführt und darüber hinaus wichtige Impulse gesetzt, gerade im Hinblick auf unseren Weg zur Grünen Null“, betonte der Oberbürgermeister von Villingen-Schwenningen und Aufsichtsratsvorsitzende Jürgen Roth.
Er hätte gerne den Vertrag mit Gülpen verlängert, verstehe aber seinen Wunsch, die Entfernung zu seiner im Norden lebenden Familie zu reduzieren. Gülpen hinterlasse ein sehr gut aufgestelltes Unternehmen.
„Es ist mir eine große Freude, hier gestalterisch zu arbeiten“, versicherte Gülpen. Allerdings wolle er aus familiären Gründen zukünftig nördlicher arbeiten und werde jetzt beginnen, eine neue Position zu suchen. (hoe)
---------------
Ein Interview mit Gregor Gülpen zur Strategie in der jüngsten Energiekrise finden Sie hier.



