Harald Förster steht seit dem 1. April an der Spitze der Stadtwerke Gelsenkirchen.

Harald Förster steht seit dem 1. April an der Spitze der Stadtwerke Gelsenkirchen.

Bild: © Stadtwerke Gelsenkirchen

Von Artjom Maksimenko

Der Geschäftsführer der Stadtwerke Gelsenkirchen, Harald Förster, hat seinen im März 2026 auslaufenden Vertrag gekündigt und eine einjährige Vertragsverlängerung abgelehnt. Das bestätigte ein Sprecher des Unternehmens auf Nachfrage. Diesen Schritt begründete Förster mit den langfristigen Projekten auf seinem Tisch. "In diesem kurzen Zeitraum lassen sich die aktuell anstehenden langfristigen Projekte der Stadtwerke nicht umsetzen", hieß es.

Förster gilt als ein ausgewiesener Branchenexperte. Er führte über zwölf Jahre das kommunale Wohnungsunternehmen der Stadt Gelsenkirchen. 2023 hatte er die Unternehmensgruppe der Stadtwerke Gelsenkirchen mit einem Plus von 5,5 Millionen Euro wieder in die Gewinnzone geführt.

Förster: "Kein zerrüttetes Verhältnis"

Das kommunale Unternehmen betreibt neben vier Schwimmbädern auch den Zoo ("ZOOM Erlebniswelt"), den Hafen, ein Veranstaltungsunternehmen ("emschertainment") und weitere Unternehmen und Unternehmensbereiche wie "Revierdialog". Die Strom- und Gasversorgung liegt in Gelsenkirchen wiederum bei dem Versorger Emscher Lippe Energie (Ele). Aktuell befinden sich die Stadtwerke in einem umfangreichen Konsolidierungsprozess, bei dem die Ziele unter anderem die Kostensenkung und Effizienzsteigerung sind. Ein Einjahresvertrag reicht für ihre Umsetzung nicht aus.

Förster sieht hinter der angebotenen einjährigen Vertragsverlängerung jedoch "kein zerrüttetes Verhältnis mit dem Verwaltungsvorstand der Stadt". Es ist zudem möglich, dass nach den Kommunalwahlen im September Gespräche über eine weitere, längere Zusammenarbeit geführt werden. Diese Vermutungen, die in den lokalen Medien die Runde machen, wollte der Unternehmenssprecher nicht kommentieren.

Generell könnten die Kommunalwahlen in Gelsenkirchen am 14. September die politischen Machtverhältnisse in der Stadt verschieben und sich somit auch auf andere kommunale Unternehmen auswirken. Auch das lässt die Unternehmenskommunikation der Stadtwerke Gelsenkirchen unkommentiert.

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