Geschäftsführung und Aufsichtsrat der SG-Gruppe stellten gemeinsam die Bilanz für das Geschäftsjahr 2023 vor. Von links: Geschäftsführer Manfred Ackermann, Prokurist Bernd Mensing, Aufsichtsratsvorsitzender Axel Barton, Geschäftsführer Harald Förster, Prokuristin Tatiana Nobbe und stellv. Aufsichtsratsvorsitzender Markus Karl.

Geschäftsführung und Aufsichtsrat der SG-Gruppe stellten gemeinsam die Bilanz für das Geschäftsjahr 2023 vor. Von links: Geschäftsführer Manfred Ackermann, Prokurist Bernd Mensing, Aufsichtsratsvorsitzender Axel Barton, Geschäftsführer Harald Förster, Prokuristin Tatiana Nobbe und stellv. Aufsichtsratsvorsitzender Markus Karl.

Bild: © Olaf Fuhrmann

Die Unternehmensgruppe der Stadtwerke Gelsenkirchen schließt das Jahr mit einem Gewinn in Höhe von 5,5 Mio. Euro ab und liegt damit deutlich über dem Planergebnis.

Im Vorjahr fuhren die Stadtwerke und ihre Tochtergesellschaften noch Verluste von 3,1 Mio. Euro ein. Auch in den Vorjahren sah es in den Büchern nicht besser aus: 7,1 Mio. Euro (2021), 7,3 Mio. Euro (2020) und 4,4 Mio. Euro (2019) Miese fuhren die Gelsenkirchner ein.

"Die Verluste sind nur zu einem kleinen Teil coronabedingt, größtenteils handelt es sich um ein strukturelles Defizit“, stellte Geschäftsführer Harald Förster nach seinem Amtsantritt 2021 fest. Man müsse innerhalb des Konzerns erhebliche strukturelle Änderungen vornehmen, um die SG-Gruppe wirtschaftlich und finanziell wieder zu stabilisieren.

Die Umstrukturierung in der Stadtwerkegruppe, die Förster und sein Co-Geschäftsführer Manfred Ackermann damals anstrebten, trägt nun Früchte. "Unsere Unternehmensbereiche und Tochterunternehmen haben im operativen Geschäft Gewinne erzielt, dazu kommt der Verkaufserlös von Gelsen-Net", erklärten die Stadtwerke Gelsenkirchen.

Der Konzern habe keine Leistungen kürzen müssen und könne durch die Einnahmen der Konzerngruppe weiterhin die Defizite der Bäder, des Zoos und der Veranstaltungsplaner "emschertainment" ausgleichen.

Diversifizierte Einahmen

Die finanzielle Stabilität des Konzerns werde durch verschiedene Einnahmequellen sichergestellt. Dazu gehören unter anderem die Umsätze aus Eintrittsgeldern in der „Zoom Erlebniswelt“, die Vermietung der Strom-, Gas- und Telekommunikationsnetze, sowie Beteiligungserlöse sowie die Aktivitäten der konzerneigenen Hafengesellschaft.

Zusätzlich sei der Konzern in das Cash-Pool-Management der Stadt Gelsenkirchen eingebunden, um dessen Liquidität sicherzustellen.

"Wir sind mit der positiven Entwicklung des Jahresergebnisses der Stadtwerke-Gruppe für das Geschäftsjahr 2023 überaus zufrieden", sagt Förster und ergänzt: "Dass wir wirtschaftlich zufrieden auf das vergangene Jahr zurückblicken können, verdanken wir unseren engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die Zoom-Erlebniswelt ist eine beständige Größe unseres Unternehmens und hat mit ihrem erfolgreichen Geschäftsverlauf maßgeblich zu diesem Ergebnis beigetragen."

Die Krisen wie Inflation und Energiepreise blieben aber weiter ein Thema.

Erlöse aus dem Netzgeschäft werden zurückgehen

Die Verpachtung der Strom- und Gasnetze in Gelsenkirchen an die Emscher Lippe Energie generierte Erlöse von über 9,9 Mio. Euro. Aufgrund der Besonderheiten des Pachtvertrages sei jedoch davon auszugehen, dass die Einnahmen der Stadtwerke sich verringern werden.

Diese Entwicklung wirke sich erheblich auf die Fähigkeit der Stadtwerke Gelsenkirchen insbesondere zur Finanzierung der kommunalen Dienstleistungen aus.

Stadtwerke bleiben wohl auch 2024 im Plus

Für das aktuelle Geschäftsjahr gehen die Stadtwerke von einem leichten Ergebnisanstieg aus. (pfa)

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