Händedruck zum bevorstehenden Abschied: Jan Schulz und Thomas Uerschels (v.l.)

Händedruck zum bevorstehenden Abschied: Jan Schulz und Thomas Uerschels (v.l.)

Bild: © Stadtwerke Nordfriesland

Jan Schulz verlässt die Stadtwerke Nordfriesland, wie der kommunale Versorger mitteilt. Der 39-Jährige will sich demnach „neuen Aufgaben“ widmen.  

Schulz hatte das Unternehmen 2019 im Rahmen einer Fusion aus drei Stadt- und Gemeindewerken geformt. Schulz erläutert in einer Pressemitteilung, dass dieses Restrukturierungsprojekt eine anspruchsvolle Aufgabe gewesen sei. Diese sei jetzt aber erfolgreich abgeschlossen. Die Energiebranche biete momentan außerordentlich spannende neue Herausforderungen und Chancen in den Bereichen Restrukturierung und Expansion. „Diesen strategischen Themen möchte ich mich mit voller Kraft zuwenden – und zwar gerne aus einer neuen Perspektive.“

Aufsichtsratschef Thomas Uerschels bedauert den Weggang des Stadtwerke-Chefs, der eine hohe Professionalität im Bereich organisatorischer Strukturbildung und Prozessoptimierung an den Tag gelegt habe.

Schulz hatte 2018 gemeinsam mit dem Aufsichtsrat eine passende Strategie zur Neuausrichtung entwickelt und umgesetzt. Unter anderem wurden die Beschaffungsstrukturen modernisiert, die Digitalisierung vorangetrieben sowie Vertrieb und Marketing neu ausgerichtet. Für den Netzbetrieb wurde ein Workforce Management eingeführt; unter anderem erhielten die Techniker mobile Endgeräte, um effizienter arbeiten zu können.

Schulz legte laut der Mitteilung zudem großen Wert auf eine moderne, kooperative Führungskultur. Er habe die Gemeinkosten im technischen und kaufmännischen Bereich deutlich reduziert. Unter seiner Ägide wurden auch die Konzessionen für die Strom- und Gasnetze in Niebüll, Bredstedt und Leck erworben. Der Stadtwerke-Chef selbst spricht von einem „Kulturwandel“, den das Unternehmen auch dank der Mitarbeiter gut gemeistert habe.

Schulz war 2018 von den Stadtwerken Schneverdingen-Neuenkirchen gekommen. Aus den drei Ursprungswerken Stadtwerke Niebüll, Stadtwerke Bredstedt und Gemeindewerke Leck wurde ein regionaler Versorger. Seit dem Zusammenschluss der drei Versorger im Jahre 2019 konnte das Ergebnis der Stadtwerke Nordfriesland GmbH nach eigenen Angaben im Vergleich zu 2018 um 50 Prozent verbessert werden. Das bereinigte Jahresergebnis 2021 lag mit 3,5 Mio. Euro um 16 Prozent über dem des Vorjahres und stieg damit das dritte Jahr in Folge. Die Anzahl der privaten Endkunden in den Bereichen Strom und Gas wuchs in den vergangenen vier Jahren um über 4000 Neukunden, was einem Zuwachs von 25 Prozent entspricht. (amo)

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