Beim Ausbau der Erneuerbaren Energien in Ostdeutschland wollen die Lausitz Energie Bergbau AG und Lausitz Energie Kraftwerke AG (Leag) künftig enger mit der envia Mitteldeutsche Energie AG (EnviaM), mit Sitz in Chemnitz, und der EP New Energies GmbH (EPNE) zusammenarbeiten. Dazu haben die Partner in Cottbus einen Kooperationsvertrag unterzeichnet.
Die Unternehmen beabsichtigen demnach, in der Lausitz neue Solar- und Windparks zu entwickeln, wie sie in einer Erklärung mitteilten. Bei ersten geplanten Projekten gehe es um einen Solarpark und einen Windpark im Jänschwalder Bergbaurevier.
Projektentwicklung durch gemeinsames Unternehmen
"Wir freuen uns darauf, zusammen mit Leag als starkem regionalen Partner einen weiteren Beitrag zur Transformation der Energieerzeugung in der Lausitz zu leisten", sagte EnviaM-Vorstandsmitglied Patrick Kather. Leag-Vorstandschef Thorsten Kramer fügte hinzu, die Zusammenarbeit mit der EnviaM-Gruppe sei ein wichtiger Baustein zur Entwicklung der Lausitz zum größten Zentrum grüner Energie in Deutschland.
Die Entwicklung der Projekte soll den Angaben zufolge durch ein gemeinsames Unternehmen erfolgen. Die Leag werde dazu 50 Prozent der Geschäftsanteile an der EnviaM-Tochter EEL Erneuerbare Energien Lausitz GmbH & Co. KG erwerben. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch das Bundeskartellamt. Später sei ein gemeinsamer Betrieb der Solar- und Windparks vorgesehen.
Prämie auch für 2023 geplant
Derweil wächst Leag weiter: Bis zum November habe das Unternehmen bereits mehr als 800 Neueinstellungen vorgenommen. Damit reagiert die Leag zum einen auf die gestiegende Stromproduktion aus Braunkohle. Zum anderen will der Versorger die Transformation zu erneuerbaren Energien und ganzheitlichen innovativen Energiekonzepten damit voreintreiben. Dazu sieht der Kohlekonzern auch weitere Neueinstellungen vor, heißt es.
Zudem zahlt Leag in diesem Jahr eine steuer- und abgabenfreie Inflationsausgleichsprämie über 1500 Euro an jeden Beschäftigten und 500 Euro für jeden Auszubildenden. Das Geld soll im Dezember ausgezahlt werden und helfen, die deutlichen Preissteigerungen in allen Lebensbereichen abzufedern, heißt es weiter. Auch für das Jahr 2023 ist demnach die Auszahlung einer weiteren steuerfreien Ausgleichsprämie angedacht. (jk, mit dpa-Material)



