Der Konsolidierungskurs der Stadtwerke im bayerischen Neuburg an der Donau fordert weitere drastische Einschnitte. Stadtwerke-Chef Richard Kuttenreich kündigte Anfang der Woche im Werkausschuss betriebsbedingte Kündigungen an. Auch das städtische Gremium sprach sich für diesen Schritt aus, endgültig darüber entscheiden wird der Stadtrat am kommenden Dienstag. Einen Tag später wird Kuttenreich dann seine Mitarbeiter informieren. Vorher gebe es keine weiteren Stellungnahmen, teilten sowohl die Stadtwerke als auch die Stadt auf ZfK-Anfrage mit.
Zehn Mitarbeiter seien bereits seit vergangenen Herbst ausgeschieden, durch Rente, vorzeitigen Ruhestand oder nicht verlängerte Zeitverträge, wird Oberbürgermeister Bernhard Gmehling (CSU) im "Donaukurier" zitiert. Vor allem im organisatorischen Bereich müssten Mitarbeiter das Unternehmen verlassen, heißt es in der "Augsburger Allgemeinen Zeitung". "Es betrifft besonders Stellen, die wegfallen müssen, weil sich die Welt in den vergangenen 20 Jahren verändert hat", erklärte Stadtwerke-Chef Kuttenreich. Die Stellenreduktion müsse möglichst sozialverträglich ablaufen.
Zu hohe Personalkosten
Eine Analyse der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Rödl & Partner hatte den Stadtwerken im vergangenen Herbst zu hohe Personalkosten attestiert und den Abbau von acht bis zwölf Stellen vorgeschlagen. Bei den Stadtwerken arbeiten aktuell 146 Mitarbeiter, 133 in Vollzeitstellen. Laut Wirtschaftsplan sollen in diesem Jahr 500.000 Euro eingespart werden. Die Personalkosten lagen im vergangenen Jahr bei acht Mio. Euro. Die Stadtwerke haben mittlerweile einen Schuldenberg von 60 Mio. Euro, dem steht ein Anlagevermögen von 77 Mio. Euro gegenüber. Das Querverbundunternehmen hatte in den vergangenen Jahren stark in den Ausbau der Nahwärmeversorgung investiert. (hoe)



