Oliver Lellek wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2021 zur technischen Leitung der Geschäftsführung der EWR Netz berufen. Der 52-Jährige übernimmt die Aufgabe von Johannes Krämer, der Ende 2021 in den Ruhestand gehen wird, heißt es in einer Pressemitteilung. Oliver Lellek berichtet an Dirk Stüdemann, den Netzvorstand der Muttergesellschaft EWR AG. Zuvor war Lellek als Bereichsleiter Technik und als Prokurist der Technischen Werke Ludwigshafen (TWL) tätig.
Der Elektro- und Netzingenieur studierte an der Hochschule Darmstadt und Trier und startete seine Karriere vor 35 Jahren mit einer Ausbildung zum Energieanlagenelektroniker bei den Stadtwerken Frankenthal. Danach folgten verschiedene Stationen, unter anderem im Großkraftwerk Mannheim (GKM) und beim Bezirksverband Pfalz in Kaiserslautern. 1996 kehrte er zu den Stadtwerken Frankenthal zurück und hatte dort verschiedene Führungspositionen bis zum Prokurist mit technischer Gesamtverantwortung inne. Ab 2015 war er für TWL tätig und verantwortete dort als Bereichsleiter (mit Prokura) den Betrieb der Strom-, Gas-, Wasser-, Fernwärme- und Kommunikationsnetze in Ludwigshafen.
Netzbetreiber vor großen Herausforderungen
Nach der Fusion mit der e-rp GmbH vor rund zwei Jahren befindet sich die EWR Netz GmbH mitten im Transformationsprozess. Er freue sich, diesen Wandel mitzugestalten, sagt Lellek. Als Netzbetreiber stehe EWR dabei vor großen Herausforderungen: die Energiewende und die zunehmende Dekarbonisierung machten ein Umdenken erforderlich. Auch die wachsende Einspeisung des aus EEG-Anlagen erzeugten Stroms ins Stromnetz mit dem erforderlichen Übergang zur Wasserstoff-Technologie sowie die vielfältigen Digitalisierungsthemen würden notwendige Veränderungen nach sich ziehen, ist Lellek überzeugt. „Als Netzbetreiber sind wir nicht nur systemrelevanter Infrastrukturanbieter, sondern schaffen auch das technische Rückgrat der Energiewende. Mit Blick auf eine zukunftsfähige und klimaverträgliche Energieversorgung gilt es neue Technologien zu entwickeln. Als Netzbetreiber müssen wir dazu unsere Rolle neu definieren.“ (amo)



