Christiane Preuß ist seit April 2021 EWP-Chefin und nun auch Co-Geschäftsführerin der Stadtwerke.

Christiane Preuß ist seit April 2021 EWP-Chefin und nun auch Co-Geschäftsführerin der Stadtwerke.

Bild: © EWP

Von Hans-Peter Hoeren

Überraschende Veränderung an der Spitze des kommunalen Energieversorgers Energie und Wasser Potsdam GmbH (EWP): Die Kaufmännische Geschäftsführerin Christiane Preuß scheidet Ende Juli aus der Unternehmensleitung aus und verlässt das Unternehmen. Die Trennung erfolge einvernehmlich, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Die Aufgaben von Christiane Preuß wird bis auf Weiteres der Geschäftsführer der Stadtwerke Potsdam, Monty Balisch, übernehmen. Über die genauen Gründe haben beide Seiten laut Pressestelle Stillschweigen vereinbart.

Preuß war seit April 2021 Kaufmännische Geschäftsführerin der EWP,  2023 war sie zudem in einer Übergangsphase für kurze Zeit auch Mitglied der Geschäftsführung der Stadtwerke Potsdam. Die 58 Jahre alte Betriebswirtin war aus dem Vertrieb von Mercedes Benz in die kommunale Energiewirtschaft gewechselt.

OB Schubert wurde durch Misstrauensvotum abgewählt

Laut einer im Tagesspiegel veröffentlichten E-Mail an einen Teil der Belegschaft soll Preuß die Entscheidung schwer gefallen sein. Sie habe "zunehmend die Gemeinsamkeit mit zentralen Rathausakteuren vermisst", zitiert die Lokalzeitung aus der internen Mitteilung.

Das große beherrschende energiepolitische Thema in der brandenburgischen Landeshauptstadt war in den letzten Monaten wiederholt das Ringen um die Finanzierung der Wärmewende vor Ort, für die ein mittlerer dreistelliger Millionenbetrag veranschlagt wurde. In der vergangenen Woche soll hier aber ein wegweisender Entscheid gefällt worden sein, der die notwendige Finanzierung sichert.

Seit der Abwahl von Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) durch ein Misstrauensvotum wird Potsdam interimistisch von Kämmerer Burkard Exner regiert.

Schubert war in einem Bürgerentscheid abgewählt worden. Mehrere Stadtfraktionen warfen ihm Missmanagement und Stillstand vor. Er galt auch wegen einer Affäre um kostenlose Eintrittskarten für Sportveranstaltungen als beschädigt. (mit Material von der dpa)

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