E wie einfach und Sony bringen ein Grünstrom-Bundle auf den Markt. Neben einer Spielekonsole erhalten Kund*innen dabei auch einen Ökostrom-Tarif. (Symbolbild)

E wie einfach und Sony bringen ein Grünstrom-Bundle auf den Markt. Neben einer Spielekonsole erhalten Kund*innen dabei auch einen Ökostrom-Tarif. (Symbolbild)

Bild: © bravissimos/AdobeStock

Die Unternehmensberatung Horváth hat untersucht, wann Unternehmen über alle Branchen hinweg klimaneutral werden wollen. Das Ergebnis: Im Durchschnitt peilen die Konzerne bis zum Jahr 2033 "Net-Zero" an. Die Managementgehälter sind dabei jedoch nur in jedem fünften Betrieb mit Nachhaltigkeitszielen verknüpft, so die Studie.

Immerhin bei jedem zweiten großen Unternehmen hängen die Gehaltskomponenten der Führungsriege von Nachhaltigkeitskriterien ab. Für die Studie "Spotlight on Sustainability" hat Horváth 280 Topmanager und -managerinnen branchenübergreifend zu aktuellen Herausforderungen und Strategien befragt.

Logistikbranche ist Vorreiter

Nach Branchen betrachtet, verknüpfen demnach Logistik- und Energieunternehmen überdurchschnittlich häufig Nachhaltigkeitsziele mit Gehaltsvariablen (47 Prozent beziehungsweise 43 Prozent), gefolgt von der Öl- und Chemiebranche (33 Prozent).

Noch stärker zeigen sich Unterschiede in der Betrachtung nach Größe. Bei den Unternehmen mit mindestens 10 Mrd. Euro Jahresumsatz nimmt fast jedes zweite Nachhaltigkeitsziele in die vergütungsrelevanten Zielvereinbarungen auf (47 Prozent), so die Studienautor*innen.

Bedeutung gestiegen

"Doch auch wenn die Performance des Unternehmens im Bereich Sustainability nicht als Gehaltskomponente festgeschrieben wird, wird das Topmanagement an Nachhaltigkeitserfolgen gemessen werden, da sie in den meisten Branchen inzwischen untrennbar mit der allgemeinen Unternehmensentwicklung verknüpft sind", sagt Horváth-Experte Heiko Fink.

Die Priorität, die die Befragten dem Thema Nachhaltigkeit beimessen, sei seit der letzten Erhebung 2021 nochmals gestiegen. 53 Prozent bezeichnen ökologisches Wirtschaften und eine nachhaltige Unternehmenssteuerung in der aktuellen Befragung als sehr wichtig, im Vorjahr waren es 51 Prozent.

Ganzheitliche Modelle fehlen

"Noch wichtiger als eine Verknüpfung von Boni mit Nachhaltigkeitszielen ist die Entwicklung eines handfesten Sustainability-Steuerungsmodells", so Fink weiter. Wie die aktuelle Studie zeige, würden bisher erst sieben Prozent der Unternehmen mit ihren Geschäftsmodellen ganzheitlich und konsequent entlang konkreter Nachhaltigkeitsziele gesteuert.

22 Prozent orientieren sich bei unternehmerischen Entscheidungen zumindest schon an einem Sustainability-Zielbild. Ein Viertel hat ein solches Zielbild gerade verabschiedet, 28 Prozent befinden sich in der Entwicklung.

Konkretes Zielbild hilft

Demgegenüber haben nur 18 Prozent noch keinerlei Schritte unternommen, um ihr Unternehmen systematisch nachhaltig auszurichten. "Ein konkretes Zielbild für Nachhaltigkeit mit sinnvollen Größen hilft dem Topmanagement, den richtigen Weg zu verfolgen, und der Gesamtorganisation, die 'Sustainability Performance' der Führungsebene zu bewerten", resümiert der Horváth-Experte. (jk)

Zur Studie

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper