Um im Beruf erfolgreich zu sein, müssen bei jedem Geschlecht die weniger stark rollenspezifisch ausgeprägten Eigenschaften individuell gestärkt werden.

Um im Beruf erfolgreich zu sein, müssen bei jedem Geschlecht die weniger stark rollenspezifisch ausgeprägten Eigenschaften individuell gestärkt werden.

Bild: © Deagreez/AdobeStock

Der Veränderungs- und Anpassungsdruck auf Betriebe und ihre Beschäftigte ist vor dem Hintergrund der Megatrends wie dem digitalen und ökologischen Wandel enorm. Die erfolgreiche Bewältigung des Wandels hängt maßgeblich davon ab, wie es in Betrieben gelingt, Beschäftigte für die Veränderung zu befähigen und ihre Bereitschaft und Akzeptanz zu fördern, wie das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in einer aktuellen Studie herausgefunden hat.

Ohne eine entsprechende Kultur der Veränderung können demnach "Abstoßreaktionen" einsetzen, da Unternehmen lebendige Systeme seien, in denen sich Menschen mit ihren Emotionen bewegten. Wo in der empirischen Analyse alle sechs Aspekte gelingender Transformationsprozesse genannt werden, wird vermutet, dass das "Energielevel" ein Niveau erreicht, bei dem die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreich verlaufenden Transformationsvorhaben groß ist.

Prozess mitgestalten

Die Studie nimmt auf Basis der IW/StepStone/New Work/Kienbaum-Befragung 2021 die Perspektiven von Führungskräften und Beschäftigten ohne Führungsverantwortung ein. Dabei untersucht sie ihre Wahrnehmung von sechs Aspekten, die sich im Sinne der Change-Management-Literatur als Erfolgsfaktoren definieren lassen.

Die Operationalisierung gelingender Transformationen anhand der sechs Aspekte umfasse demnach, dass die Notwendigkeit von Veränderungen gut erklärt wird, die damit verbundene Strategie für die Beschäftigten transparent sei, deren Ansprüche in angemessenem Maß respektiert werden, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Transformationsprozess mitgestalten können, in Weiterbildungsmaßnahmen investiert und eine gute Fehlerkultur gepflegt werde, heißt es.

Commitment der Beschäftigen

Die empirische Analyse soll auch zeigen, dass in Betrieben, in denen mehrere dieser Aspekte in Veränderungsprozessen zum Tragen kommen, auch das Commitment der Beschäftigten – gemessen an der geringeren Wechselneigung und der höheren Arbeitszufriedenheit – stärker ist. Aus der Perspektive der Führungskräfte zeigt sich ferner, dass die unternehmerische Fähigkeit, auf externe Schwankungen (schnell) reagieren zu können, eng
mit dem Change-Management korreliert, welches die nötigen Veränderungen anstößt und gut bewältigt.

Außerdem will die Untersuchung beweisen, dass die Unsicherheit umso weniger als Gefahr oder Risiko und umso eher als Chance wahrgenommen wird, je mehr sich die Betroffenen in der Lage sehen, die anstehenden Herausforderungen zu meistern.

Mobilisierung der Veränderungsbereitschaft

Eine Unternehmenskultur, die auf die Förderung der Veränderungsfähigkeit und -bereitschaft der Beschäftigten sowie die aktive Mobilisierung deren Potenziale im Arbeitsalltag abziele, gehe daher signifikant häufiger damit einher, dass Transformationsprozesse die untersuchten erfolgversprechenden Merkmale aufwiesen. (jk)

Hier geht es zur Studie

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