Vera Litzka, die Werkleiterin der Stadtwerke Neustadt in Holstein, geht gegen ihre Kündigung vor. Man habe beim Arbeitsgericht eine Kündigungsschutzklage gegen die Stadt eingereicht, teilte die von Litzka beauftragte Anwaltskanzlei Lüke Reese am 18. Februar mit.
Die Gründe für die Entlassung von Litzka sind nach wie vor unklar. Bürgermeister Mirko Spieckermann möchte sich zu den Details nicht äußern, da es sich um ein laufendes Verfahren handele.
Von der Kündigung aus den Medien erfahren?
Litzka wiederum betont in der von ihren Anwälten verschickten Mitteilung, dass die von keinem laufenden Verfahren wisse. Zudem weist sie in dem Schreiben darauf hin, dass sie aus den Medien von ihrer Entlassung erfahren habe, obwohl noch keine Kündigung ausgesprochen worden sei.
Dieser Aussage widerspricht wiederum der Neustädter Bürgermeister. Auf ZfK-Anfrage teilt er mit, dass er Litzka bereits am 2. Februar darüber in Kenntnis gesetzt habe, dass er der Stadtverordnetenversammlung für ihre Sitzung am 11. Februar vorschlagen werde, das Arbeitsverhältnis mit ihr zu beenden. Gleichzeitig habe er sie unter Fortzahlung der Bezüge von der Pflicht zur Arbeitsleistung freigestellt und ihren Stellvertreter gebeten, die Geschäftsführung zu übernehmen. Am 12. Februar habe er Litzka dann über die von der Stadtverordnetenversammlung beschlossene Beendigung des Arbeitsverhältnisses informiert, so der Bürgermeister weiter. Zwischenzeitlich habe er der Werkleiterin aus betrieblichen Gründen eine ordentliche Kündigung unter Einhaltung der Kündigungsfrist ausgesprochen.
Auch in dem Schreiben der Anwaltskanzlei steht, dass die Stadt das Arbeitsverhältnis mit der langjährigen Werkleiterin zum 31. März 2022 beenden möchte.
Litzka ist seit Mai 2013 Chefin der Stadtwerke Neustadt in Holstein. Seit Oktober 2003 engagiert sie sich laut ihrem Linkedin-Profil für die Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW) im VKU, deren Geschäftsführerin sie zeitweise war. (amo)



