Eine Stele mit dem Firmen-Logo steht im Foyer der Uniper-Hauptverwaltung in Düsseldorf.

Eine Stele mit dem Firmen-Logo steht im Foyer der Uniper-Hauptverwaltung in Düsseldorf.

Bild: © Oliver Berg/dpa

 Bei Deutschlands größtem Gasimporteur Uniper beginnt der neue Chef früher als ursprünglich geplant. Der britische Eon-Energiemanager Michael Lewis übernimmt den Vorstandsvorsitz schon am 1. Juni und damit einen Monat früher als zuvor verkündet, wie aus einer Uniper-Mitteilung vom Freitag hervorgeht.

Der Posten des Vorstandsvorsitzenden ist seit Anfang März vakant, nachdem der Konzernchef Klaus-Dieter Maubach abgetreten war.

Der Deutsche Carsten Poppinga rückt im August - also zwei Monate früher als bisher geplant - in den Vorstand und ist dort für das Handelsressort zuständig, bisher ist er für das Handelsunternehmen Statkraft Markets tätig. Grund für die neuen Start-Daten ist, dass ihre bisherigen Arbeitgeber die beiden Manager ihre Arbeitsverträge früher beenden lassen.

Uniper gilt als systemrelevant. Beliefert werden unter anderem rund 500 Stadtwerke und 400 Industrie-Großkunden. Über Uniper lief bis zum Sommer des vergangenen Jahres ein Großteil der russischen Gasimporte nach Deutschland.

Nach der Einstellung der Lieferungen war Uniper wegen der hohen Kosten für die Ersatzbeschaffung ins Straucheln geraten und musste vom Bund gerettet werden. (dpa/pfa)

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