Für die weitere Elektrifizierung des Bahnverkehrs in Deutschland will der Bund auch alternative Zugantriebe voranbringen. Ein neues Förderprogramm des Verkehrsministeriums sieht dafür 74 Mio. Euro bis 2024 vor.
Unterstützt werden sollen etwa die Beschaffung von Fahrzeugen mit Batterien und Brennstoffzellen, um mit Elektromotor auf nicht oder nur teils elektrifizierten Strecken zu fahren. Gefördert werden sollen unter anderem auch Vorrichtungen an Bahnhöfen oder Oberleitungsabschnitten zum Nachladen von Batterien.
Koalitionsvertrag: 70 Prozent der Schienen bis 2025 elektrifizieren
Ressortchef Andreas Scheuer (CSU) sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Weniger Dieselloks heißt weniger Schadstoffe, weniger Lärm." Um noch umweltfreundlicher unterwegs zu sein, solle die Schiene mit einem Mix aus Fahrdraht und sauberen Zügen weiter unter Strom gesetzt werden.
Das Ministerium hatte Anfang 2019 ein Elektrifizierungsprogramm mit weiteren Maßnahmen vorgestellt. Im Koalitionsvertrag haben Union und SPD vereinbart, 70 Prozent der deutschen Schienenstrecken bis 2025 zu elektrifizieren - zuletzt hatten 61 Prozent Leitungen für E-Loks.
Regionalzüge sollen aufholen
Nachholbedarf gibt es vor allem im Nahverkehr, wie das Ministerium erläutert. Denn Güter- und Fernzüge fahren meist auf elektrifizierten Hauptstrecken. Regionalzüge sind währenddessen auch auf nicht elektrifizierten Nebenstrecken unterwegs.
Elektrisch betriebene Züge fahren dabei auch mehr Kilometer und transportieren mehr Passagiere. Insgesamt werden daher rund 90 Prozent aller Beförderungsleistungen elektrisch erbracht. (dpa/jk)



