Bild: © Renault

„Zur Nachahmung weiterempfohlen“ - so lautet die Bilanz von Westfalenwind zum Projekt „Dorfauto“ in Lichtenau. Ein Jahr lang stellte das Unternehmen den Bürgern ein Elektroauto kostenlos zur Verfügung. Grundidee war dabei, im ländlichen Raum mit reduzierter Infrastruktur Mobilität zu ermöglichen, die mit vor Ort erzeugter Windenergie betrieben wird.

Ein Jahr lang war das Auto bei rund 270 Bürgern im Betrieb. Die meisten seien überzeugt gewesen von der Leistungsfähigkeit und dem angenehmen Fahren. Auch die Reichweite von rund 120 Kilometern sei kein Problem gewesen. Und nicht zuletzt: Es habe keine Schäden am Fahrzeug gegeben, berichtet Westfalenwind.

Kooperation mit der Stadt

Das Unternehmen hatte eine Ladesäule mit zwei Anschlüssen kostenfrei zur Verfügung gestellt und mit der Stadt Lichtenau einen Kooperationsvertrag geschlossen. Um im Tagesgeschäft möglichst wenig Aufwand zu haben, konnten die Bürger über ein Portal das Auto "buchen". Dieses Portal hatte eine Studentengruppe entwickelt und verfeinert.

Der Kunde gab über das Portal den Zeitraum, seine persönlichen Daten wie Führerschein und Nummer des Personalausweises ein. Mit dem vorgefertigten Ausleihe-Schein erhielt er die Fahrzeugpapiere und die Schlüssel – ein halbes Jahr lang vom Unternehmen, ein halbes Jahr lang von der Stadtverwaltung. Zuweilen mussten die Kunden auch noch eingewiesen werden - obwohl alles im Buchungsportal beschrieben wurde.

Die Rücknahme war ebenso unkompliziert und bestand nur aus einer kurzen Kontrolle auf sichtbare Schäden. Selbst die Vesicherung des Autos sei trotz der vielen Nutzer nicht teurer gewesen als üblich. (wa)

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