In der Europäischen Union macht die Zulassung von Benzin- und Dieselautos immer noch fast zwei Drittel des Automarkts aus. Doch die Zahlen gehen deutlich zurück. Dagegen steigt die Nachfrage nach Elektroautos und Hybriden deutlich. Treiber dafür sind vor allem Deutschland und Italien. Das zeigen Zahlen des europäischen Autohersteller-Verbands ACEA für das erste Quartal 2021.
Hybrid-Elektrofahrzeuge machen mittlerweile 18,4 Prozent des gesamten Pkw-Absatzes in der EU aus. Sie verdoppelten damit fast ihren Marktanteil innerhalb eines Jahres. Auch die Nachfrage nach elektrisch aufladbaren Autos steigt: Batterieelektrofahrzeuge haben sich einen Marktanteil von 5,7 Prozent aller Neuwagen erkämpft. Der Zuwachs liegt bei knapp 60 Prozent. Treiber waren Deutschland und Italien mit einem Zuwachs von jeweils fast 150 Prozent. Plug-in-Hybride kommen auf 8,2 Prozent der EU-Zulassungen.
Autogas ist in Frankreich gefragt
Von Januar bis März ging der Verkauf von Dieselautos im Vergleich zum Vorjahr um 20,1 Prozent auf 593.559 zurück. Diesel hält in der EU einen Marktanteil von 23,2 Prozent nach 29,9 Prozent im ersten Quartal 2020. Die meisten EU-Märkte verzeichneten zweistellige Rückgänge, darunter Deutschland (-29,4 Prozent), Spanien ( -28,3 Prozent) und Frankreich (-11,1 Prozent). Der Absatz von Benzinfahrzeugen ging um 16,9 Prozent auf 1,1 Millionen zurück. Der Marktanteil sank von 52,3 auf 42,2 Prozent.
Die Nachfrage nach Erdgasfahrzeugen in der EU ging um 10,1 Prozent auf 14.300 Einheiten zurück. Nur in Italien, dem größten EU-Markt für diese Fahrzeuge, legte sie um 24,5 Prozent zu. Der Absatz von mit Autogas (LPG) betriebenen Fahrzeugen verdoppelte sich dagegen fast auf 46.037 Einheiten. Dies wurde durch bemerkenswerte Zuwächse in Frankreich und Italien gefördert. (wa)



