Wenn beim Elektroauto nach einer Kollision die Antriebsbatterie ausgetauscht werden muss, wird es teuer.

Wenn beim Elektroauto nach einer Kollision die Antriebsbatterie ausgetauscht werden muss, wird es teuer.

Bild: © Sergii/stock.adobe.com

Elektroautos sind laut einer Untersuchung der Allianz nach Unfällen erheblich teurer zu reparieren als herkömmliche Autos. Demnach liegt in der Vollkasko-Versicherung der durchschnittliche Schadenaufwand bei reinen Elektroautos um zehn Prozent höher, bei Plugin-Hybriden sogar um 50 Prozent. Gefährlicher sind Elektroautos aber nicht. Im Schadengeschehen unterscheiden sich Elektroautos nicht grundsätzlich von Fahrzeugen mit herkömmlichen Antrieben. Auch die Brandgefahr ist nicht höher, heißt es bei der Allianz.

Im Vergleich sehr viel teurere Folgen als bei konventionellen Autos haben demnach insbesondere Unfälle: „Wir liegen etwa 30 Prozent höher beim Elektrofahrzeug in der Reparatur von Kollisionsschäden“, sagt Carsten Reinkemeyer, Leiter der Sicherheitsforschung im Allianz Zentrum für Technik. Zu den höheren Reparaturkosten trägt vor allem bei, dass Akkus viel Geld kosten.

Teure Herstellervorgaben

Doch eine Rolle spielen auch Sicherheitsvorschriften und Herstellervorgaben. So dürften „Arbeiten am Hochvoltfahrzeug“ nur in dafür qualifizierten Werkstätten stattfinden. Manche Hersteller geben zudem zwingend vor, dass die Batterie nach einer Airbag-Auslösung ausgetauscht werden muss.

Marderbisse können ebenfalls sehr ins Geld gehen: Angebissene Hochvoltkabel müssen ausgetauscht werden. Ein Kabelsatz kann aber bis zu 7000 Euro kosten.

Bei Pannen sind alle gleich

E-Auto-Besitzer müssen sich keine Sorgen machen, dass ihre Fahrzeuge grundsätzlich pannenträchtiger wären als Autos mit Benzin- oder Dieselmotor. Die häufigste Pannenursache ist, dass das Fahrzeug nicht anspringt. Und dabei sind Stromer und Verbrenner gleich - eine normale Starterbatterie brauchen Elektrofahrzeuge auch.

Schlagzeilen gab es in den vergangenen Jahren mehrfach wegen brennender Elektroautos. Doch E-Fahrzeuge gehen laut Allianz nicht schneller in Flammen auf als herkömmlich motorisierte Autos: „Wir erkennen im Moment keine höhere Brandwahrscheinlichkeit als bei Benzinern“, sagte Sicherheitsforscher Reinkemeyer.

Gelöscht, bevor der Akku brennt

Deutschlandweit brennen demnach im jährlichen Schnitt etwa 15 000 Autos, darunter nur eine zweistellige Zahl elektrischer Fahrzeuge. In aller Regel können brennende E-Autos gelöscht werden, bevor auch der Akku in Flammen aufgeht. „Diese Brände verlaufen so, wie wir das kennen von Fahrzeugbränden“, sagt Karsten Göwecke, Vizechef der Berliner Feuerwehr. (dpa/wa)

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