Im Projekt werden Elektrotaxis des Herstellers LEVC eingesetzt.

Im Projekt werden Elektrotaxis des Herstellers LEVC eingesetzt.

Bild: © LEVC

Am Kölner Hauptbahnhof ist die bundesweit erste induktive Ladeanlage im öffentlichen Straßenraum in Betrieb genommen worden. Mit ihr können umgerüstete Elektrotaxis während der Wartezeit ihre Batterie nachladen. Dafür muss die Fahrerin oder der Fahrer nicht mal aussteigen. Dem Taxigewerbe soll damit eine innovative und praktikable Ladelösung angeboten werden.

Die induktive Ladeanlage wurde im Auftrag der Rheinenergie errichtet. Sie ist das Ergebnis eines auf vier Jahre ausgelegten Forschungsprojekts. Dessen Name ist „Taxiladekonzept für Elektrotaxis im öffentlichen Raum“ (Talako). Die Federführung des Projekts hat die Universität Duisburg-Essen.

Die Ladeleistung liegt bei 22 kW

Rheinenergie soll die Anlage auch nach Ende von Talako betreiben. Mit der Technik des Lathener Unternehmen Intis wird eine Ladeleistung von 22 kW erreicht.

„Ich freue mich, dass in Köln die erste Anlage dieser Art in Betrieb geht. Das ist der richtige Schritt, um klimafreundliche Mobilität zu fördern. Hier sind wir als Kommune gefordert, solchen innovativen Techniken zu erproben und zu fördern“. Dies sei ein Beitrag zur Luftreinhaltung und der Klimaneutralität, sagt Ascan Egerer, Beigeordneter für Mobilität der Stadt Köln.

„In der Mobilität gibt es viele Konzepte. Diese Pilotanlage ist aber eine gutes Beispiel, wie im hochregulierten Raum auch etwas implementiert werden kann“ meint Talako-Projektleiterin Heike Proff.

Die Akzeptanz klimaschonender Mobilität steigern

„Wir haben als Unternehmen früh an den Erfolg der Elektromobilität geglaubt und flächendeckend in den Ausbau der Ladeinfrastruktur investiert“, sagt Rheinenergie-Vorstand Achim Südmeier. Die Pilotanlage trage dazu bei, die Praktikabilität und mit ihr die Akzeptanz der klimaschonenden Mobilität weiter zu steigern.

Im Projekt werde Fahrzeuge des Herstellers LEVC eingesetzt. Diese sind für den Transport von Rollstuhlfahrenden zertifiziert. Die Autos können 130 km elektrisch fahren. Auf unabsehbar längeren Fahrten schaltet sich ein seriell gekoppelter Benzinmotor dazu. (wa)

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