Im zweiten Quartal 2022 stieg der Absatz von batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV) in der EU weiter an. Die Stromer machen inzwischen 9,9 Prozent aller Pkw-Zulassungen in Europa aus. Das berichtet der europäische Autohersteller-Verband ACEA.
Die Zulassungen von BEV in der EU kletterten um 11,1 Prozent auf 233.413 verkaufte Autos. Spanien und Frankreich trugen mit zweistelligen Zuwächsen (+22,0/+18,6 Prozent) zur positiven Entwicklung bei. Italien verzeichnete dagegen einen deutlichen Verlust von knapp 20 Prozent, während Deutschland ein leichtes Minus verzeichnete.
Auch Plug-in-Hybride schwächeln
Bei Plug-in-Hybridautos erhöhte sich zwar der Marktanteil von 8,4 Prozent im Vorjahreszeitraum auf 8,7 Prozent. Im insgesamt stark rückläufigen Automarkt ist aber auch die Zahl der verkauften PHEV im zweistelligen Prozentbereich zurückgegangen. Mit Ausnahme von Spanien (+11,3 Prozent) verzeichneten alle wichtigen Märkte Rückgänge: Frankreich (-17,4 Prozent), Deutschland (-16,9 Prozent) und Italien (-6,9 Prozent).
Von April bis Juni verloren Benzin- und Dieselautos Marktanteile. Der Anteil von Verbrennern fiel von 62,0 Prozent im zweiten Quartal 2021 auf 55,8 Prozent im zweiten Quartal dieses Jahres. Noch deutlicher zeigt sich der Rückgang bei den absoluten Zahlen. Der Verkauf von Benzinern reduzierte sich um 22,2 Prozent auf 909.703 verkaufte Autos. Beim Diesel lag der Rückgang bei 27,7 Prozent auf 409.174 Einheiten.
Der Absatz von Hybrid-Elektrofahrzeugen (HEV) ging um 2,2 Prozent zurück. Aufgrund des deutlichen Absatzrückgangs bei herkömmlich betriebenen Pkw konnten HEV ihren Gesamtmarktanteil jedoch auf 22,6 Prozent ausbauen. (wa)



