Die HYB Energy GmbH stellt ein neuartiges System für E-Tankstellen vor, das eine vergleichsweise höhere Leistung aufweist. Zu den wesentlichen Merkmalen zählt die hybride Energieerzeugung aus verschiedenen Energiequellen – einem Generator, einer PV-Anlage und aus Windenergie, und das in einem Modul. Durch sein Eigengewicht stellt beispielsweise der Batteriespeicher das Fundament für eine Windkraftanlage und einen 5G-Funkmast dar. Die smarte Konstruktion der gesamten Tankstelle ermöglicht damit einen von der Netz-Infrastruktur unabhängigen Betrieb an fast jedem Ort.
Durch die Mobilität und Modulbauweise der Anlagen ergeben sich vielfältige Einsatzmöglichkeiten bis hin zur Großtankstelle. Automaten für Getränke und Erfrischungen helfen dem Autofahrer, die Ladezeit zu überbrücken und generieren zusätzliche Einnahmen für den Betreiber. Zahlungen über App oder Kreditkarte zählen ebenso zum Standard wie auch die permanente Telemetrie-Überwachung aller Funktionen der E-Tankstellen-Module. Speichermodule mit bis zu 500 kW sowie Plug-in-Hybrid-Technik ergänzen die Ausstattung.
Die neue Tankstelle kann überall hingesetzt werden
HYB Energy schreibt dazu: „Ein deutschlandweiter Netzausbau für E-Mobilität wird noch Jahre dauern und Milliarden Euro kosten. Ohne flächendeckende Ladesäulen-Infrastruktur wird die Akzeptanz und der Verkauf von E-Autos weiterhin auf sich warten lassen. Jedes herkömmliche Schnellladekonzept benötigt Netzstrom, der weder kurzfristig noch in ausreichender Menge bereitgestellt werden kann.“ Durch mobile Hybrid-Technik könnten die Stromnetze entlastet und die E-Mobilität in Fahrt gebracht werden.
Mögliche Einsatzgebiete für die neuartigen Tankstellen sind hierzulande Bundesstraßen- und Autobahnrastplätze sowie Einkaufszentren, die keine ausreichenden Netzkapazitäten haben. Die Tankstellen brauchen weder eine externe Netzversorgung noch Baugenehmigungen, die je nach Standort und zuständiger Verwaltung langwierig sein können. Am Standort, der zwischen Aurich und Emden liegt, soll der Produktionsstart der Ladeeinheiten bereits 2020 beginnen. Weitere „Fast-Charge“-Ausführungen, die für Nutzfahrzeuge, Busse und Baumaschinen geeignet sind, befinden sich in der Planungsphase. (sig)



