Die Integration der Elektroautos in die Netze stellt eine Herausforderung dar.

Die Integration der Elektroautos in die Netze stellt eine Herausforderung dar.

Bild: © Björn Wylezich/Adobe Stock

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) will einen möglichen Übereifer beim Bau von Ladesäulen bremsen. BDEW-Hauptgeschäftsführer Stefan Kapferer zeigt sich zwar erfreut, dass die Bundesregierung umfassende Maßnahmen plant, um die Elektromobilität zu fördern. Die Ankündigung des Bundesfinanzministers Olaf Scholz, ein "Eine-Million-Ladesäulenprogramm" im Klimaschutzpaket verankern zu wollen, nennt Kapferer aber "überdimensioniert".

Mit tatsächlichem Bedarf im Einklang

Es helfe niemandem, so Kapferer, wenn Deutschland mit Ladesäulen übersät werde, die kaum genutzt werden und damit auch für die Betreiber unwirtschaftlich seien. "Was wir brauchen ist ein Zubau an Ladesäulen, der mit dem tatsächlichen Bedarf der Nutzer und mit dem technologischen Fortschritt im Einklang steht". Nach Ansicht des BDEW sind 350.000 öffentliche Ladepunkte für die geplanten zehn Millionen E-Autos vollkommen ausreichend.

Wichtig sei zudem die Erkenntnis, dass sich der Erfolg der Elektromobilität vor allem im privaten Bereich entscheide: Jeder Mieter und Wohnungseigentümer müsse die Möglichkeit haben, private Ladeinfrastruktur zu installieren. Der Verband setze daher auf die Ankündigung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, sich für die Anpassung des Miet- und Wohnungseigentumsrechts einzusetzen. Gut sei auch, dass Scholz angekündigt habe, das Laden am Arbeitsplatz durch weitere Steuervergünstigungen attraktiver zu machen, teilt der BDEW mit. (wa)

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