Das ist die bisher jüngste Meersburger Auto- und Personenfähre der Stadtwerke Konstanz: die "Lodi", benannt nach der italienischen Partnerstadt. Die "Lodi" hat einen Dieselantrieb, doch die nächste Fähre zwischen Konstanz und Meersburg soll 2020 zwar fast baugleich sein, doch von zwei Flüssigerdgas(LNG)-Motoren angetrieben sein.

Das ist die bisher jüngste Meersburger Auto- und Personenfähre der Stadtwerke Konstanz: die "Lodi", benannt nach der italienischen Partnerstadt. Die "Lodi" hat einen Dieselantrieb, doch die nächste Fähre zwischen Konstanz und Meersburg soll 2020 zwar fast baugleich sein, doch von zwei Flüssigerdgas(LNG)-Motoren angetrieben sein.

Bild: © Stadtwerke Konstanz

Mit der Entscheidung, die nächste Meersburg-Fähre von 2020 an mit LNG statt mit Diesel anzutreiben, betreten die Stadtwerke Konstanz in mehrerlei Hinsicht Neuland. Das berichtet die am Montag erschienene gedruckte Mai-Ausgabe der "ZfK". Sie beruft sich dabei auf Aussagen des Geschäftsbereichsleiters Fährbetrieb, Stefan Ballier.

In technischer Hinsicht wird es das erste LNG-Schiff weltweit sein, deren Schiffsschrauben nicht gaselektrisch angetrieben werden, sondern direkt von dem rückvergasten LNG. In Norwegen pendeln bereits 17 Fähren mit Flüssigerdgas. Doch der Verbrennungsdruck des gasifizierten LNG setzt zunächst einen Stromgenerator in Bewegung und der Strom dann die Schrauben.

Wie bekommt Konstanz sein LNG?

Dass das "Fährschiff Nr. 14", so der Arbeitstitel, eine Weltpremiere sein wird, kann man ziemlich sicher prognostizieren. Denn der globale Motorenhersteller MTU/Tognum/Rolls Royce Power System hat den Bodensee-Motor eigens mit den Stadtwerken Konstanz zusammen aus seiner dieselnden MTU-4000-Reihe heraus entwickelt. Entwicklungen von LNG-Direktantrieben durch andere Schiffsmotorenhersteller sind nicht bekannt, bräuchten aber wohl bei vergleichbaren Sicherheitsbestimmungen einen ähnlichen zeitlichen Vorlauf. Das "Fährschiff Nr. 14" dürfte zudem das erste LNG-betriebene Binnenfahrgastschiff Deutschlands überhaupt werden.

Die Konstanzer werden ihren künftigen LNG-Bedarf öffentlich frei Kaimauer Konstanz-Staad ausschreiben, so wie bisher schon den Diesel, zitiert die "ZfK" Fährenchef Ballier weiter. Warum der Bio-Anteil daran am Ende bis zu 100 Prozent ausmachen könnte und wo in nur 80 Kilometern Umkreis eine lokale Verflüssigungsanlage entstehen könnte, das und mehr lesen Sie in der ZfK 5/18 auf Seite 18. (geo)

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