Wer sein Auto mit selbst erzeugtem Strom einer neuen Anlage lädt, bekommt bei der Förderung noch einen Zuschlag.

Wer sein Auto mit selbst erzeugtem Strom einer neuen Anlage lädt, bekommt bei der Förderung noch einen Zuschlag.

Bild: © Slavun/stock.adobe.com

Die Wahrnehmung der Elektromobilität zwischen Verbrennerfahrern und erfahrenen E-Mobilisten klafft auseinander. Das zeigt eine Umfrage des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Manche Befürchtungen vor dem Kauf lösen sich praktisch in Luft auf. Andere wiederum rücken stärker in den Vordergrund. Die Zufriedenheit mit dem öffentlichen Ladeangebot steigt jedenfalls bei den meisten Befragten.

Im Fokus der BDEW-Umfrage standen erfahrene Elektroauto-Fahrer. Bewusst allgemein formuliert lautete eine Frage: „Wie bewerten Sie das Laden im Vergleich zum Tanken?“. Darauf antworteten fast zwei Drittel, dass Laden in Summe besser ist als Tanken. 24 Prozent sehen keinen Unterschied und nur 11 Prozent finden Tanken besser als Laden.

Anschaffungskosten und Lieferzeiten bleiben ein Problem

Die Reichweitenangst gilt vielen Verbrauchern als wichtiges Hindernis beim Kauf eines E-Autos. Doch die verschwindet offenbar mit der Anschaffung. Die drei meist genannten Ängste vor dem Kauf sind die Reichweite, das Laden zuhause und die Anschaffungskosten. Mit etwa drei Jahren Fahrerfahrung beurteilen die Befragten die Situation aber deutlich anders. Die Reichweite ist lediglich für acht Prozent noch ein Thema, das Laden zuhause nur noch für sechs Prozent. Die Anschaffungskosten werden dagegen nun als mit Abstand größtes Problem gesehen. Lieferzeiten sind aus Sicht der E-Mobilisten das zweitgrößte Problem.

Hinsichtlich der Entwicklung des öffentlichen Ladens in den letzten zwölf Monaten sah eine Mehrheit der Befragten einen deutlich positiven Trend. Insbesondere die Anzahl der öffentlichen Schnelllader und der Normallader habe sich verbessert, ebenso die Standorte und Lade-Apps. Der BDEW sieht beim Ausbau der Ladeinfrastruktur mittlerweile sehr einen intensiven Wettbewerb verschiedener Anbieter mit jeweils eigenen Konzepten und unterschiedlichem Fokus auf Kundengruppen.

An Kundenparkplätzen kann es eng werden

Wie häufig sind Lademöglichkeiten belegt? Zuhause – das schließt auch Mehrfamilienhäuser ein – sowie an Schnellladern unterwegs findet sich laut Umfrage fast immer ein freier Platz. Schwieriger kann es aber bei Kundenparkplätzen beispielsweise an Supermärkten werden. Genau an diesen attraktiven Standorten, betont der BDEW, werde das Ladeangebot aktuell massiv weiter ausgebaut.
 
Erstmalig wurden auch die Lade-Erfahrungen der deutschen Umfrageteilnehmer im europäischen Ausland abgefragt. Dabei braucht Deutschland laut BDEW den Vergleich nicht zu scheuen. Lediglich Skandinavien und die Niederlande werden besser bewertet. (wa)

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