Die Zahl der Menschen steigt, die sich ein Elektroauto kaufen wollen.

Die Zahl der Menschen steigt, die sich ein Elektroauto kaufen wollen.

Bild: © Slavun/Adobe Stock

Marcus Fendt

Bild: © The Mobility House

Gastbeitrag von
Marcus Fendt,
Managing Director
The Mobility House

The Mobility House hat für Energieversorger ein White-Label-Produkt für intelligente Autostromtarife entwickelt. Stadtwerke können damit ihren Kunden einen intelligenten Ladetarif anbieten, ohne eine eigene Technologie zu entwickeln. Für Kunden seien Einsparungen von bis zu 400 Euro pro Jahr möglich, verspricht Marcus Fendt in seinem Gastbeitrag.

E-Auto-Fahrer:innen sind besonders preissensibel, was ihre Stromrechnung betrifft. Schließlich verbraucht ihr Auto bei einem durchschnittlichen Fahrprofil gut 2000 kWh Strom pro Jahr. Viele haben bereits erkannt, dass sie mit dem richtigen Stromtarif mehrere Hundert Euro pro Jahr sparen können und suchen gezielt nach solchen Angeboten.

Hier setzt Flexconnect Smart an: Die White-Label-Lösung für intelligente Autostromtarife von The Mobility House ermöglicht es Energieversorgern, einen smarten Ladetarif ins Angebot aufzunehmen, ohne die dafür notwendige Technologie und Software selbst entwickeln zu müssen. Die Lösung kann nahtlos ins Corporate Design und in die Tariflandschaft integriert werden, dabei bleiben Energieversorger für ihre Kund:innen alleinige Vertrags- und Ansprechpartner. Als erster Stromanbieter bietet Mark-E das Produkt seinen Kund:innen an. Weitere Energieversorger sind bereits in der Umsetzung.

The Mobility House trägt das Prognoserisiko

Die Stromrechnungen der E-Autokund:innen sinken durch Flexconnect Smart um bis zu 400 Euro pro Jahr. Um davon zu profitieren, brauchen sie neben dem entsprechenden Stromtarif die Flexconnect-App, die The Mobility House seinen Partnern als Technologiebaustein zur Verfügung stellt. Für smarte Ladevorgänge erhalten sie vergünstigte Kilowattstunden-Preise. The Mobility House bündelt im Hintergrund die bereitgestellte Batterieflexibilität der Elektroautos und vermarktet diese an der Strombörse im Kurzfristhandel. Der Vorteil: Energieversorger benötigen gerade bei anfänglich geringen Fahrzeugmengen noch keinen eigenen algorithmus-basierten Intraday-Handel, The Mobility House trägt das Risiko von Prognoseabweichungen.

Bis zu 250 Euro Ersparnis bei den Stromkosten pro Jahr können Energieversorger auf diese Art an ihre Kund:innen weitergeben. Ergänzt um das reduzierte Netzentgelt für steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach § 14a Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) ergeben sich bis zu 400 Euro, mit denen kein:e E-Autofahrer:in mehr an neue Stromversorger verloren wird.

Auch den Energieversorgern selbst bietet Flexconnect Smart Vorteile. Sie können frühzeitig Erfahrung mit neuen Tarifmodellen sammeln und diese schnell, kostengünstig und ohne eigenen Entwicklungsaufwand einführen. Dadurch positioniert man sich als Pionier in der Branche für cleveres und günstiges Laden von E-Autos.

Warten auf Vehicle-to-Grid

Noch mal interessanter wird es für Endkund:innen, wenn neue Technologien wie Vehicle-to-Grid (V2G) im Markt starten. In Frankreich ist V2G bereits Realität, seit Renault und Mobilize mit dem Renault 5 das Produkt Mobilize Power anbieten. The Mobility House ist Partner und erbringt alle energiewirtschaftlichen Leistungen im Hintergrund.

In Deutschland muss neben der regulatorischen Hürde der doppelten Netzentgelte auch noch eine weitere entscheidende Baustelle angegangen werden: Das volle Potenzial von Angeboten wie Flexconnect Smart kann erst erschlossen werden, wenn unser Stromnetz bis in die einzelnen Haushalte hinein intelligent ist. Sprich: Wenn Smart Meter für Kund:innen mit Flexibilität die Regel sind – und nicht die Ausnahme. Trotzdem ist Flexconnect Smart so ausgelegt, dass es anfänglich auch bereits ohne Smart Meter genutzt werden kann.

Mit flexiblen Tarifen für E-Auto-Fahrer:innen sollten Stromanbieter nicht allzu lange zögern, da sich neue Wettbewerber aus dem Ausland massiv in Position bringen.

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