Die Ladeeinrichtung „Heinz“ ist an den deutschen Markt angepasst.

Die Ladeeinrichtung „Heinz“ ist an den deutschen Markt angepasst.

Bild: © Ubitricity

Ubitricity hat eine öffentliche Ausschreibung der Stadt Berlin für mindestens 200 Laternenladestationen gewonnen. Der Aufbau startet in den Bezirken Steglitz-Zehlendorf und Marzahn-Hellersdorf. Ubitricity, eine Shell-Tochter, setzt hierbei den Ladepunkt „Heinz“ ein. Dieser sei explizit für den deutschen Markt entwickelt worden.

Letzteres ist besonders wichtig. Denn eigentlich sollten die ersten Ladepunkte schon 2019 in Betrieb gegangen sein. Und Ubitricity hatte die Berliner Ausschreibung schon einmal für sich entschieden. In London hatte das Unternehmen bis dahin bereits zahlreiche Ladepunkte in Straßenlaternen eingebaut.

Die Elektronik wird außen angebracht

Doch dann wurde offenbar klar, dass die deutschen Normen für Straßenlaternen die Integration der Ubitricity-Elektronik nicht vorsahen. Die Lösung: Das Ubitricity-Kästchen wird in Berlin nur außen an die Laterne angebracht.
 
Die Installation der ersten 200 Laternenladepunkte soll noch im zweiten Quartal 2022 starten. Das geschehe in enger Kooperation mit der Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz. Sollte es zu einer Bewilligung der bereits vom Land Berlin beantragten Projektverlängerung kommen, können bis zu 800 weitere Laternenladepunkte installiert werden.

Ladestation ohne Flächenversiegelung

Ladestationen an Straßenlaternen nutzen die bestehende Infrastruktur. Sie ermöglichen Stadtbewohnern ohne privaten Stellplatz – in Berlin sind das rund 60 Prozent – den alltagstauglichen Zugang zur Elektromobilität direkt vor der Haustür. Der Ladepunkt „Heinz“ wird ohne weitere Flächenversiegelung des Bürgersteigs an die Straßenlaterne montiert. Er bietee mit einer Ladekapazität von 3,7 kW optimale Voraussetzungen für urbanes Anwohnerladen entsprechend der gewohnten Parkzeiten.

Anwohner haben an den Laternenladepunkten von Ubitricity die Möglichkeit, mit ihren gewohnten Tarifen ihres Mobility Service Providers (MSP) oder per Ad-hoc-Zugang mittels eines QR-Codes zu laden. Letzteres funktioniert dabei ohne Anmeldung oder laufende Mitgliedschaft. Für beide Varianten sei lediglich ein Standard-Ladekabel mit Typ-2-Stecker erforderlich. (wa)

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