Die Zellen für die Fertigung von Batterien für E-Fahrzeuge in Europa werden bisher meist aus Asien importiert.

Die Zellen für die Fertigung von Batterien für E-Fahrzeuge in Europa werden bisher meist aus Asien importiert.

Bild: © Akasol

Niedersachsen will sich auf Bundesebene dafür einsetzen, dass Batteriezellproduzenten in den Genuss von niedrigeren Stromkosten kommen. Dazu soll eine Bundesratsinitiative auf den Weg gebracht werden, teilte die Landesregierung am Dienstag in Hannover mit. Der Bund sollte prüfen, ob entsprechende Firmen dauerhaft von der Ökostrom-Umlage (EEG-Umlage) befreit werden können.

Energieintensive Unternehmen profitieren in Deutschland von Nachlässen oder sind komplett von den Netzentgelten befreit, die Bestandteil des Strompreises sind. Volkswagen fordert die Förderung einer wettbewerbsfähigen Batteriezellfertigung in Deutschland. Bislang habe Deutschland bei der Zellfertigung einen Standortnachteil von mehr als 20 Prozent - unter anderem eine Befreiung von der EEG-Umlage würde die Stromkosten sinken lassen, argumentiert der Autobauer. Volkswagen hat bereits für den Bau einer Batteriezellenfabrik in Deutschland Fördergeld des Bundes beantragt. Niedersachsen ist ein wichtiger VW-Anteilseigner.

Bis zu einer Mrd. Euro Förderung vom Bund

Nach früheren Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums haben bisher mehr als 30 Unternehmen Interesse an einer Förderung. Darunter seien neben Autoherstellern auch Zulieferer, Batteriehersteller, Chemieunternehmen sowie Rohstoff- und Recyclingunternehmen. Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hatte angekündigt, der Bund wolle den Aufbau einer Batteriezellfertigung mit insgesamt bis zu einer Mrd. Euro unterstützen. Europa hinkt bei der Fertigung von Batteriezellen für E-Autos hinterher. (dpa/hak)

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