Daimler kündigt zahlreiche neue Varianten des vollelektrischen Busses eCitaro an.

Daimler kündigt zahlreiche neue Varianten des vollelektrischen Busses eCitaro an.

Bild: © Daimler AG

Schneller und kostengünstiger zum Elektrobus: Das erhofft sich ein Unternehmensverbund aus Schleswig-Holstein vom Pilotprojekt "PilUDE". Zwei Diselbusfahrzeuge wurden dabei auf Batteriebetrieb umgerüstet. Die beiden Fahrzeuge sollen im öffentlichen Personenverkehr der Kreise Nordfriesland und Schleswig-Flensburg unterwegs sein.

Am Pilotprojekt sind die Greentec Campus GmbH, die I SEE Electric Busses GmbH und die Autokraft GmbH beteiligt. Letzteres Unternehmen ist das größte Busunternehmen in Schleswig-Holstein und Tochtergesellschaft der DB Regio. Die Autokraft GmbH stellte für das Pilotprojekt einen Dieselbus Modell MAN Lion City und einen MB-Sprinter Minibus zur Verfügung. Außerdem beschafft das Unternehmen die Ladetechnik.

Nachfrage übersteigt Angebot an Elektrobussen

Die I SEE Electric Busses GmbH entwickelt die wesentlichen Elemente zur Umrüstung der Fahrzeuge, darunter etwa Batteriepacks, Lademanagement und Antriebstechnik. Die Greentec Campus GmbH koordiniert die Verbundpartner. Außerdem ist das Unternehmen verantwortlich für die Realisierung der Umrüstung der technischen Maßnahmen. Auch Tests der Elektrofahrzeuge und die TÜV-Abnahmen fallen in die Zuständigkeit des Unternehmens.

Die Nachfrage nach Elektrobussen steigt. Doch deutsche Hersteller können mit dem Angebot nicht mithalten. Auch internationale Anbieter haben Kapazitätsprobleme. Dieses Ungleichgewicht lässt auch die Preise für die Fahrzeuge steigen. Sie sind bis zu dreimal so teuer wie Fahrzeuge mit konventionellen Verbrennungsmotoren.

Welche Ziele sich die Unternehmen setzen

Der Verbund der drei Unternehmen hat sich deshalb folgende Ziele bei dem Projekt gesetzt:

  • Rund die Hälfte der Kosten gegenüber der Investition in einen neuen Elektrobus soll eingespart werden.
  • Das Umrüsten soll drei bis vier Wochen dauern.

Das Projekt wurde mit Fördermitteln der Europäischen Union – Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) und Landesmitteln für die wirtschafts- und regionalpolitische Förderung in Schleswig-Holstein unterstützt. (agr)

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